Dienstag , 15. Oktober 2019
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Munichtime die Letzte ….

Heute öffnet die Munichtime 2018 im elften Jahr ihre Tore im Hotel Bayerischen Hof in München. Mit einem abgespeckten Pool von Ausstellern – die Uhren-Elite hat sich schon lange von diesem Gefäss verabschiedet – auf 1.400m2 Ausstellungsfläche und unter neuer Inhaberschaft, dem Ebner Verlag in Ulm, dem deutschen Monopolist der „Uhrenfachpresse“. Die Munich- und Viennatime wurde von den Buddies Brunner und Linz aus der Taufe gehoben, die sich beide seit Jahrzehnten ohne Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufhalten.

Ich bin wirklich kein grosser Freund dieser Veranstaltung, da das Modell solcher Veranstaltungen schon lange überholt ist. Veranstaltungen wo freien Zutritt kommunizieren sind mit dem Stempel behaftet, dass sich dort „Hinz und Kunz“, also Windowshopper und keine echten Käufer,  trifft.

Desweiteren bin ich kein Freund der gekauften Uhren-Journaille, vor allem der Deutschen und Österreichischen, die ständig unter dem Mäntelchen des „Fachjournalisten“ unkritisch unterwegs ist, die Hurra-Presse, die alles nur hochjubelt, als Presse-Agenten der Hersteller, die nur daran denkt, Uhren, Geld, Inserate und sonstige Geldwerte Vorteile (Reisen, 1rst Class und Business Flüge, Hotels, etc.)  abzugreifen.

Auch die Referenten, die an der Munichtime antraben, es sind immer dieselben, werden wieder „Aufgewärmtes“ und „Vorgerkautes“ von sich geben, fehlt jegliche Reputation.

So zum Beispiel der geschasste Chefredakteur des Deutschen Uhrenmagazins (Ebner Verlag), ein ehemaliger Regierungsschuldirektor und Rentner mit Beamtenpension, die der Steuerzahler bezahlt (langjähriger Mitarbeiter des Ebner Verlags Stichwort Watchstars Awards, die in der Versenkung verschwanden), oder ein völlig unbekannter Herr, Boris Pjanic, Uhrenkenner und Betreiber des Uhrenblogs “watchesandart”, der zum Thema „Uhren als potentielle Wertanlage“ spricht, wobei jeder weiss, das Uhren als Wertanlage ungeeignet sind. Jetzt höre ich schon die Gegner „aber Patek und Rolex“ …. wie die Rekordpreise zustande kommen, wissen nur diejenigen, die die Uhren wirklich gekauft haben. Es ist ein „Game“, wo die Medien missbraucht werden. Ines Kasparek, Uhrenjournalistin und Betreiberin des Uhrenblogs „finest styles“ spricht zum Thema „Diven und Ikonen. Spannendes über große Frauen und ihre Uhren“. Die Österreicherin Kasparek zählt zur dritten Garde der sogenannten Uhrenjournalisten.

Ich habe mich seit Bestehen des TOURBILLON im Jahre 2005 immer für eine freie unabhängige Uhrenfachpresse stark gemacht, habe Einladungen der Uhrenindustrie abgelehnt, da ich in dem Moment, wo ich so eine Einladung annehme, schon befangen bin, habe den Käse den Jean-Claude Biver inflationsmässig jedem zusendet (ist fast schon aufdringlich) immer retour gehen lassen, zudem findet man dann bei solchen Pressereisen besser gesagt Bestechungsreisen etwas unter dem Kopfkissen, dadurch ist dann jeder erpressbar. Es gibt jedoch Kollegen, die gerne bei diesem Spiel mit machen und dadurch zu Wohlstand gekommen sind – alles steuerfrei unter dem Tisch – werden. Das hat mich nie interessiert, bei mir stand und steht immer die Leidenschaft die Passion für Uhren im Vordergrund.

Deshalb habe ich die Munichtime boykottiert und werde Sie auch weiterhin boykottieren. Dasselbe gilt auch für die zwischenzeitlich eingestellte Viennatime. Beides sind reine Marketing-Tools des Ebner Verlags Ulm.

Trotzdem wünsche ich den Verantwortlichen der Munichtime sowie den Ausstellern im „grossen Kanton“ eine erfolgreiche Messe aus der Uhrschweiz.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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