Sonntag , 20. August 2017
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Baselworld Barbie, Sylvie Ritter, rettet ihren Kopf mit einem neuen Baselworld Konzept für 2018

Baselworld 2018: zwei Tage kürzer und wesentlich preiswerter

Die Baselworld hat anscheinend aus Ihren Management-Fehlern gelernt und eine Kurskorrektur veranlasst. Die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld in Basel wird im nächsten Jahr nur noch sechs statt acht Tage dauern. Auch die Preise für die Aussteller sollen auf die momentane wirtschaftliche Situation angepasst werden. Bei der am Donnerstag zu Ende gegangenen Ausgabe 2017 wurden vier Prozent weniger Fachbesucher gezählt.

Im nächsten Jahr wird die Messe um zwei Tage gekürzt, wie ein Sprecher der Messeveranstalterin MCH Group gegenüber TICK-Talk bestätigte. Die Baselworld 2018 werde von Donnerstag bis Dienstag stattfinden. Bislang dauerte die Messe eine ganze Woche.

Die Kürzung geschehe aus Rücksichtnahme auf kleinere Unternehmen mit weniger Kunden, sagte René Kamm, CEO der MCH Group, gegenüber dem Fernsehsender. Vor allem grosse Unternehmen hätten bislang eine ganze Messewoche gewünscht. Mit der Kürzung der Messedauer will die Messeleitung gemäss Kamm auch weitere Abgänge vermeiden. Mit 1300 Unternehmen haben sich 2017 in den Messehallen in Basel 200 Aussteller weniger präsentiert als im Vorjahr.

An der Baselworld 2017 wurden 106’000 Fachbesucher gezählt, wie Kamm weiter sagte. Dies entspreche einem Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hingegen 4 000 internationale Medienvertreter sicherten der Baselworld eine weltweite Medienpräsenz im Wert eines dreistelligen Millionenbetrag. Dies ist ein Rekordergebnis.

Sylvie Ritter, Geschäftsführer der Baselworld, hatte erkannt, dass die Branche derzeit eine schwierige Phase durchmacht, vor allem die kleineren Unternehmen leiden darunter, so die Baselworld Barbie. „Wir haben uns im Einvernehmen mit den Mitgliedern der verschiedenen Ausschüsse, dem internationalen und dem Schweizerischen Ausstellerkomittee entschlossen, die Dauer der Show zu reduzieren und die Preise dementsprechend anzupassen“, sagte Ritter zu tick-talk.ch.

Francois Thiebaud, Präsident des schweizerischen Ausstellerausschusses, konstatierte, die Baselworld habe bewiesen, dass sie in schwierigen Zeiten genauso wichtig ist wie in Boomjahren. „Obwohl es ein herausforderndes Jahr war, hat die Baselworld 2017 alle Bedenken über den Markt zerstreut und einen erneuten Geist an Kreativität und Innovation angeheizt. Die Show bestätigte, dass die Innovation und Leidenschaft, die unsere Branche verkörpert, weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. “

Zweck-Optimismus ist also bis zur nächstgrösseren „Blase“ angesagt. Ich finde, es sitzen die falschen Leute in der Baselworld, die das Sagen haben. Man müsste in der Baselworld radikal aufräumen, alte Zöpfe abschneiden und die alten bisherigen Seilschaften zerstören. Zudem ist die Baselworld in der bisherigen Form wirklich noch zeitgemäss oder handelt es sich um ein Auslaufmodell?

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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