Dienstag , 14. August 2018
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Die "attraktive" Nayla Hayek meldet sich zu Wort, "Wir können auch ohne Messe überleben".

Baselworld: ist das Flaggschiff der MCH am Sinken?

Die Baselworld 2018, die vom 21. bis 27. März 2018 geöffnet war, hatte drei zentrale Gesprächsthemen: Die Rolex Neuheiten, das Missmanagement der Baselworld und wird die Baselworld das nächste Jahr überleben?

Die Stimmung an der Messe war besser als die letzten zwei Jahre, wo die Aussteller in einem Schock-Zustand erstarrten. Dieses Jahr war positiver, viele Aussteller glauben wieder an die Zukunft und sind zuversichtlicher, was sich auch im Orderverhalten des Fachhandels ausgedrückt hat. Es wird wieder investiert.

Die hausgemachten Probleme der Baselworld sind jedoch noch lange nicht vom Tisch. Die Swatch Group und auch andere Aussteller wie Patek Philippe und Rolex sind noch bis 2019 vertraglich gebunden, was danach wird, steht in der Sternen. Im Gegensatz zur Vergangenheit übte Nayla Hayek (67), Verwaltungsratspräsidentin der Swatch Group, konstruktive Kritik an der Messeleitung.

Mutter mit Sohn: die gewichtige Dr. h.c. Nayla Hayek mit Leichtgewicht Dr. h.c. Marc A. Hayek, der sich seit Jahren von der Uhrenjournaille instrumentalisieren lässt. Die akademischen Grade wurden von der Business University Montreux gekauft.

Die Messe sei zur reinen Geldmaschine geworden. «Wir haben den Eindruck, dass es hier nicht mehr um die Uhrenindustrie geht.» Hayek sagt damit laut, was andere grosse Schweizer Uhrenhersteller denken: «Wir können auch ohne Messe überleben. Die Messe braucht uns, nicht wir sie», sagt die attraktive und charmante Schwester von Uhrenkönig Nick Hayek (63). Händler könne man auch an anderen Orten treffen. «Wir machen das für die Schweizer Uhrenindustrie.»

Die Swatch Group könnte so zum Beispiel das Grieder Haus, das für 600 Mio. Schweizer Franken gekauft wurde, als neue Event Plattform, als Swatch World umfunktionieren und dort alle ihre Boutiquen in der Bahnhofstrasse wie Blancpain, Breguet, Swatch, Omega, etc. in das Grieder Haus zentralisieren. Desweiteren wäre es jederzeit möglich auch das Haus als Messeplattform umzugestalten. Pläne hierfür liegen schon in der Schublade.

Das Wasser steht den Messe-Verantwortlichen bis zum Hals. Das bestätigte auch ein sichtlich enervierter Messe-Chef Kamm im Gespräch mit Tick-Talk: «Wenn Swatch, Rolex oder Patek Philippe aussteigen, gibt es uns nicht mehr.» Dass die Messe zur reinen Geldmaschine verkommen sei, weist er weit von sich. Man befinde sich in einem Transformationsprozess und führe Gespräche mit den Ausstellern, sagt Kamm.

René Kamm zumindest hat dazu allen Grund: Ob es die Messe in dieser Form 2020 noch gebe, wisse er selbst nicht so genau, meint er vielsagend.

Mehr dazu demnächst, nach Ostern.

Die Tage dieses Quartetts sind gezählt: Die Verantwortlichen der Baselworld gehören schon lange ausgetauscht, denn der Erfolg lässt zu wünschen übrig. Rene Kamm (MCH CEO vertritt seine eigenen Interessen), Francois Thiébaud (Präsident Schweizer Aussteller Komitee, vertritt die Interessen der Swatch Group), Sylvie Ritter (Managing Director der Baselworld, vertritt die Interessen Ihres Mannses), Eric Bertrand (Präsident Internationales Aussteller Komitee, vertritt die Interessen von Rolex)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zum Schluss noch der Imagefilm der Baselworld 2018.

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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