Freitag , 20. Oktober 2017
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Premiere: Bovet 1822 lanciert Edelstahl-Uhren-Kollektion

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Pascal Raffy. Bovet CEO

Bovet Uhren aus kühlem Edelstahl haben ihren Reiz bei Luxusuhrenenthusiasten, dies zeugt von edlem Understatement. Der geneigte Leser fragt sich jedoch bei all diesen schönen Worten, was wird hier wirklich gespielt: markiert dies höhere Mengen und niedrigere Preise, alles Adjektive die zu einem exklusiven Uhrenhersteller wie Bovet eigentlich nicht passen. Oder, da geben Sie mir sicher Recht? Bovet Inhaber Pascal Raffy erkennt sofort meine Bedenken.

„Ich will nicht mehr als 4000 Uhren pro Jahr produzieren. Im Luxus-Segment dürfen Sie nicht 20.000 Stahl-Uhren im Jahr produzieren, dann sind sie unglaubwürdig,“, meint Bovet Besitzer und Präsident Pascal Raffy zu mir, während der Präsentation bei seinem Distributor Asprey in London.

Die „19Thirty“ Stahl-Uhren-Kollektion startet bei einen Einstiegspreis von CHF 16.800, es handelt sich hierbei um das unterste Preis-Level, das Pascal Raffy schon damals als er die Marke im Jahr 2001 übernahm, festlegte. Heute produziert er im Jahr um die 3000 Uhren in seinem Stammsortiment, wobei hier der Durchschnittspreis pro Uhr wesentlich höher ausfällt.

Ein Stahlgehäuse ist in der Geschichte von Bovet eine wirkliche Revolution, auch wenn ein Stahlgehäuse einer Uhr außergewöhnliche Ästhetik, Schönheit und Komplexität reflektiert.

Die 19Thirty Kollektion ist inspiriert durch zehn Jahre, in denen die Bovet Zeitmesser von der Tasche ans Handgelenk emigrierte. Es war auch das Jahrzehnt, in dem Stahl dank seiner Stärke und Haltbarkeit immer mehr an Attraktivität gewann.

19thirty - die erste Stahluhrenkollektion in der Geschichte von Bovet
19thirty – die erste Stahluhrenkollektion in der Geschichte von Bovet

Pascale Raffy definierte persönlich die Blaupause für die moderne „19Thirty“-Stahluhren-Kollektion. Die 18 neuen Referenzen der Kollektion orientieren sich von den Design-Elementen an den historischen Chronometer, den letzten Taschenuhren, die Bovet in den 1930er Jahren in verschiedensten Ausführungen herstellte, einschliesslich der Zeiger und Zahlen (Indices).

Das brandneue Handaufzugskaliber mit 7-Tage-Gangreserve – dem 15BM04 – wurde vollständig inhouse bei Dimier 1738 in Tramelan entwickelt, welche auch im Besitze von Pascale Raffy ist. Unter dem Dach Dimier 1738 hat Raffy folgende Firmen 2006 zusammengefasst, die eine vertikale Diversifikation gewährleisten. STT Complications SA (besser bekannt unter Progress), einem Unternehmen, das Tourbillons entwickelt und herstellt. STT Mechanical Movements SA, einem Uhrwerkehersteller. STT SPIR-IT, einem Unternehmen, das Spiralfedern produziert, die SST Watch U Licence, die alle Patente der SST besitzt und die Aigat, die auf Stanzwerkzeuge spezialisiert ist.

Seit 2012 besitzt der Marktexpansionsdienstleister DKSH (Maurice Lacroix, Glycine, Davidoff) im Rahmen der Bovet Expansion in Asien eine Minderheit am Aktienkapital. Bovet war das erste Unternehmen, das nach China exportierte, übrigens „Bovet“ bedeutet in Chinese „Uhr“.

Aufgrund der schwachen Nachfrage nach Luxusgütern in wichtigen Märkten wie Thailand, Hongkong und China im ersten Halbjahr 2015 trennt sich die DKSH vom Bereich der Luxusuhrenproduktion und will die Marken Maurice Lacroix und Glycine veräussern. Inwieweit das Aktienpaket von Bovet von dieser Entscheidung betroffen ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

 

Zur Lancierung der neuen 19Thirty Kollektion gibt es auch einen interessanten Video!

 

 

 

 

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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