Freitag , 22. Juni 2018
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Bubble Clown by Matt Barnes: „Was guckst du so?“

Wenn die klassische Uhrmacherei Sie einschläfert, wenn Konventionen Sie langweilen, wenn altbewährte Traditionen Sie zum Gähnen bringen, dann kommt Corum zum Zug …

Ein alter Freund von Corum, Matt Barnes, ist ein amerikanischer Künstler, der nicht gerade dafür bekannt ist, ästhetische Konventionen aufrechtzuerhalten. Das trifft sich gut, denn ebenso wenig ist es Corum. Zusammen haben sie sich den „Bubble Clown“ ausgedacht, eine Uhr, die nach dem Bild der Marke und des Künstlers entworfen wurde – zwei Enfants terribles in ihren jeweiligen Welten der Uhrmacherei und des Designs.

Ein transfigurierter Clown starrt uns aus der Mitte der Uhr an. Er bringt weder Kinder zum Lachen noch versetzt er Erwachsene wieder in ihre Kindheit zurück – alles andere als das. Matt Barnes hat sich bemüht, ihn verstörend, hypnotisierend und fast zudringlich wirken zu lassen: Der Bubble Clown passt genauso gut in das kollektive Unbewusste wie ein Elefant in den Porzellanladen.

Das höhnische Lächeln, der stechende Blick und sein recht entstelltes Erscheinungsbild machen ihn zu allem anderen als Stoff für Träume – wohl eher für Albträume. Und doch kann man seinen Blick nicht von ihm abwenden. Jedes Detail des Ganzen ist faszinierend und gleichzeitig bewusst widersprüchlich: ein Lächeln – aber mit messerscharfen Zähnen, ein offener und doch bedrohlicher Blick, ein Clown-Kostüm, das unzählige Tattoos offenbart, Faschingsschminke, die über Narben geschmiert ist und die traditionelle Perücke, die zum Irokesenschnitt frisiert wurde. Jedes einzelne charakteristische Clown-Merkmal wurde entwendet. Der Gesamteffekt lädt nicht unbedingt dazu ein, am Handgelenk getragen zu werden – die Uhr schnappt vielmehr zu und stellt dabei ihre Kraft, Beständigkeit und Einzigartigkeit zur Schau.

 

Die mechanische Seite des Clowns von Matt Barnes ist ebenfalls ziemlich verrückt. Die Uhr hat keine Zeiger. Stunden und Minuten werden über zwei rote Kreise auf dem Höhenring angezeigt. Außerdem ist der Bubble Clown 52 mm breit. Dadurch erhält er einen kreativen Raum, dessen Breite in der Uhrmacherei sondergleichen ist. Das runde Gesicht des Clowns passt perfekt in die geschwungene Form der Bubble, wobei die Gesichtszüge durch den Lupeneffekt des gewölbten Kristallglases akzentuiert werden.

„Dies ist unsere zweite Zusammenarbeit mit Matt Barnes – sein skurriles Universum passt perfekt in unsere Nische in der Uhrmacherei“, schlussfolgert der Corum CEO Jérôme Biard. „Diese limitierte Edition nutzt den kreativen Spielraum, den wir unseren Bubble Uhren zugestehen, vollständig aus. Corum ist heute stolz darauf, eine Anlaufstelle für Matt und weitere Talente aus dem 21. Jahrhundert zu sein – sowie für Sammler, die ihnen auf bewundernswerte Art und Weise die Treue halten.“

Es ist nicht zu hoffen, dass aus Corum ein Bubble-Brand – ein Mono-Brand wird ……..

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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