Montag , 20. Mai 2019
Home / Allgemein / Revival der Tonneau: Cartier besinnt sich wieder auf ihre Privé-Kollektion

Revival der Tonneau: Cartier besinnt sich wieder auf ihre Privé-Kollektion

Der Schuss mit der Einführung der komplizierten Uhren ging leider nach hinten los, nun besinnt sich Cartier wieder den Ikonen, die sie in der Schublade haben. Kostet weniger und dreht schneller. Die Leidttragenden sind die Konsumenten.

Die Tonneau Cartier Privé für Uhrenliebhaber und -Sammler formspezifischer Uhren. Mit einer Neuinterpretation seiner ikonischen Modelle nutzt Cartier die Möglichkeit, modernste Uhrentechnik in den Dienst des Designs zu stellen. Das Ergebnis: bei diesen limitierten Sonderausgaben beugen sich Uhrwerke und Kaliber den Formen im typischen Cartier-Stil.

Zum SIHH 2019 setzt Cartier eine seiner ältesten Armbanduhren in Szene: die Tonneau-Form. Sie wurde erstmals im Jahr 1906 herausgebracht und besiegelte – wie bereits die Santos 1904 – den Abschied vom Relikt runder Formen aus der Zeit der Taschenuhren. Tonneau bedeutet übersetzt Tonne / Fass. Eine eigenartige Bezeichnung für eine Uhr, die zum Vorbild einer ganzen Linie moderner Zeitmesser werden sollte.

Ihre zunächst exzentrisch anmutende Form wurde in der Folge immer markanter und reiner. Ein Zifferblatt zwischen Rechteck und Oval und ein dem Handgelenk angepasstes, leicht gewölbtes Gehäuse – das war die erste grundlegende Konzession an die neue Trageform. Um ihren avantgardistischen Charakter zu unterstreichen, fertigte Cartier sie aus Platin, und das in einer Zeit, wo edle Uhren meist aus Gold waren.

Auf den Spuren einer visionären Uhr

Bereits um 1910, bewies die Maison mit den markanten Schrauben an den Bandanstößen ihre Liebe zu ausgeklügelten Details. Gleiches gilt für das einfache und doch edle Lederarmband, mit dem Louis Cartier das hochwertige Edelmetall betonte. Eine durch und durch „moderne“ Uhr, die großen Anklang fand. Jene legendäre Uhr zelebriert Cartier in diesem Jahr mit zwei neuen Tonneau-Modellen: Eines mit Stunden und Minuten in aktualisiertem Design sowie ein skelettiertes mit zweiter Zeitzone, dessen Ästhetik noch raffinierter ist.

 

Wie eine Klammer fasst das Rotgold oder Platin das längliche Zifferblatt mit römischen Ziffern und grafischer Minuteneinteilung ein. Das leicht gebogene Gehäuse schmiegt sich an das Handgelenk, ein Cabochon ziert die Krone, das Lederarmband wird mit markanten Schrauben befestigt. Die typische Cartier Signatur.

Bei aller Treue zum Vorbild von 1906 wurde doch alles zeitgemäß überarbeitet. Das beinhaltet vor allem die praktische Anforderung absoluter Wasserdichtigkeit ebenso wie den Wunsch nach modernem Design.

Die Lünette dieser Tonneau wurde aus einem Stück gearbeitet und wölbt sich in einer sanften, ungebrochenen Linie bis zu den perfekt ins Gehäuse integrierten Bandansätzen.

Die polierten und rhodinierten Ziffern heben sich deutlich vom Hintergrund ab: champagnerfarben für die Rotgold-Version oder silberfarben für die Ausführung in Platin. Beide Varianten sind mit einem Rubin-Cabochon auf der Krone sowie dem neuen Manufakturkaliber 1917 MC ausgestattet und erscheinen in einer auf 100 Exemplare limitierten und nummerierten Auflage.

Tonneau in Platin und Tonneau in Rotgold

Cartier erhebt die Tonneau zum Kunstobjekt und feiert das Revival eines legendären Designs. Das neue Modell ist eine Hommage an die Tonneau XL mit zwei Zeitzonen aus der CPCP-Kollektion, die ursprünglich zwei verschiedene Mechanismen für die Home Time und die zweite Zeitzone beinhaltete. Wieder stellt sich eine ausgesprochen raffinierte Uhrmacherkunst in den Dienst des Designs und verwirklicht in der unveränderten ursprünglichen Form höchste Ansprüche.

So gelang es Cartier, in dem gewölbten Gehäuse die linear angeordneten Räderwerke unterzubringen, die mit einem einzigen Uhrwerk, dem Kaliber 9919 MC, zwei Zeitzonen anzeigen. Eine Meisterleistung, die eindrucksvoll das Können und den Innovationsgeist der Maison demonstriert. Um der Form des Originals treu bleiben zu können, mussten zwei technische Geniestreiche erbracht werden: Erstens wurden aufgrund der länglichen Form alle Räderwerke linear zwischen 12 und 6 Uhr angeordnet. Zweitens musste das gesamte Uhrwerk der Wölbung des Gehäuses folgen, was gewisse strukturelle Veränderungen erforderte. Die Verzahnung der Räder wurde so gefräst, dass sie sich zum Federhaus und Hemmungsrad neigen.

Cartier Tonneau, skelettiert

Die skelettierte Tonneau mit zwei Zeitzonen

Eine außergewöhnliche uhrmacherische Leistung für mehr Ergonomie und Tragekomfort: die perfekte Anpassung an das Handgelenk. Die Kopplung der beiden Zeitzonen verbindet das ästhetisch Angenehme mit dem Nützlichen: einen spektakulären Gesamteindruck und ein einfaches Ablesen der Zeit auf den beiden skelettierten Brücken. Außerdem lässt sich die Zweitzeit durch den Knopf bei 4 Uhr einfach einstellen: mit jedem Drücken springt sie eine Stunde vor.

Mit dem skelettierten Uhrwerk zeigt Cartier erneut sein herausragendes uhrmacherisches Savoir-faire und verleiht dieser klassischen Komplikation eine edle Leichtigkeit. Eine insgesamt perfekt harmonierende Einheit von Form und Funktion, Gehäuse und Uhrwerk, die in limitierter und nummerierter Auflage von je 100 Exemplaren für die Ausführungen in Rotgold und Platin und von 20 Exemplaren für die mit Diamanten im Baguetteschliff ausgefasste Platin-Version erhältlich sein wird.

Die Tonneau, großes Modell, kommt in einer auf 100 Exemplare limitierten Platin- Version, und in einer nicht limitierten Version in Rotgold.

Die skelettierte Tonneau mit zwei Zeitzonen

Eine außergewöhnliche uhrmacherische Leistung für mehr Ergonomie und Tragekomfort: die perfekte Anpassung an das Handgelenk. Die Kopplung der beiden Zeitzonen verbindet das ästhetisch Angenehme mit dem Nützlichen: einen spektakulären Gesamteindruck und ein einfaches Ablesen der Zeit auf den beiden skelettierten Brücken. Außerdem lässt sich die Zweitzeit durch den Knopf bei 4 Uhr einfach einstellen: mit jedem Drücken springt sie eine Stunde vor.

Mit dem skelettierten Uhrwerk zeigt Cartier erneut sein herausragendes uhrmacherisches Savoir-faire und verleiht dieser klassischen Komplikation eine edle Leichtigkeit. Eine insgesamt perfekt harmonierende Einheit von Form und Funktion, Gehäuse und Uhrwerk, die in limitierter und nummerierter Auflage von je 100 Exemplaren für die Ausführungen in Rotgold und Platin und von 20 Exemplaren für die mit Diamanten im Baguetteschliff ausgefasste Platin-Version erhältlich sein wird.

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.