Samstag , 20. Oktober 2018
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Christopher Ward: Markenrecht-Streit mit dem britischen Autobauer Jaguar

Der britische Autohersteller Jaguar bezichtigt den britischen Uhrenhersteller Christopher Ward mit der Lancierung der C9 D-Type Uhr der krassen Markenrechtsverletzung und will sich zur Wehr setzen.

Christopher Ward hingegen behauptet in einem Telefoninterview mit tick-talk.ch, „Er werde  sich energisch gegen Klagen von Jaguar Land Rover, die eine Unterstellung sind,  verteidigen“. Die Beanstandung von Jaguar bezieht sich auf eine limitierte Edition, die Christopher Ward von 2014 bis 2016 unter dem Namen C9 D-Type verkaufte.

Christopher Ward: C9 Jaguar D-Type. Liegt eine Markenverletzung vor?

Jaguar D-Type ist ein legendärer Jaguar Sportwagen, der dreimal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Der Autobauer behauptet, dass die D-Type-Uhren ihre Marke verletzt hätten und die Unterscheidungskraft ihrer Marke dadurch beschädigt hätten. Eine Erklärung von Christopher Ward erwidert: „Wir lehnen die gegen uns erhobenen Ansprüche entschieden ab und werden unsere Position energisch verteidigen. Es hat keine Verletzung gegeben, und wir glauben nicht, dass diese Angelegenheit jemals vor Gericht hätte kommen sollen. “

Nur 55 Stück des C9 D-Type von Christopher Ward wurden hergestellt und die Uhren sind nicht Jaguar gebrandet. Die Broschüre des Unternehmens zur Uhr besagt jedoch, dass es ein „original D-Type Tacho-inspiriertes Zifferblatt“ habe. Die Uhr verwendet Metall aus den Kolben eines der D-Type Fabrikmodelle, das eingeschmolzen und lasergeschnitten wurde in die Form des D-Type Spinner (Propellerschraube bei der Radbefestigung), der durch den Saphirglasboden der Uhr sichtbar ist. „Der Jaguar D-Type repräsentiert einen der Höhepunkte des britischen Rennwagen-Designs der Nachkriegszeit – ein Fahrzeug, das so sehr nach seinen drei Siegen in Le Mans und seinem Aussehen geliebt wird. Deshalb war Christopher Ward ist stolz, eine atemberaubende neue Uhr präsentieren zu dürfen, die C9 D-Type, die nicht nur dem Auto Tribut zollt, sondern auch ein Metallstück von einem seiner Kolben hat „, heißt es in der Broschüre der Uhr.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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