Samstag , 18. November 2017
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Bond's Lieblings-Dienstwagen der Aston Martin DB5

Die Autos von James Bond exklusiv in der Schweiz

Mein Name ist Perry, Perry Center. Im Oftringer Shopping Center parkt James Bond vom 22. August bis zum 2. September sechs seiner Autos, die man aus den Filmen kennt.

Welche Autotypen der Geheimagent in den letzten fast 60 Jahren fuhr, ist das Thema dieser Sonderausstellung von swissSpirit.org, die es in diesem Rahmen in der Schweiz noch nie gab: die Autos von James Bond. Jene um Agent 007 ist die vielleicht erfolgreichste Filmserie aller Zeiten. Er ist extrovertiert, hat ein Faible für schöne Frauen und exklusive Spielzeuge und sieht auch noch gut aus: James Bond.

Aber was für ein Auto fährt so ein Mann? Schnell, elegant und teuer muss es sein. Darüber hinaus sind alle Umbauten willkommen, die den Agentenalltag erleichtern. James ist jedoch ein Angestellter und als solcher muss er nehmen, was er kriegt. In den meisten Fällen meint es „Quartiermeister Q“ gut mit seinem Kollegen und nutzt Nobelkarossen als Basis für seine exklusiven Umbauten. Dabei war der erste Dienstwagen der Geschichte noch ein schlichter Sportwagen ohne technische Spielereien, ein Sunbeam Alpine. Die Jagd nach „Dr. No“ im ersten Bond-Film (Jahr 1962) gelang damals noch ohne technischen Tricks.

Bond’s Lieblings-Dienstwagen der Aston Martin DB5

Die lässigste aller Agentenkarren kam 1964 im dritten Film auf die Leinwand. In „Goldfinger“, den man unter anderem in der Innerschweiz drehte, fährt James Bond zum ersten Mal einen Aston Martin DB 5 – bis heute Inbegriff des Bond-Autos. Der noble Engländer ist der meistgenutzte Dienstwagen des englischen Topagenten.

Schusssicheres Heck, Navigationsgerät, Schleudersitz, Bordkanonen – die Liste der Extras ist fast unendlich. Die Fahrzeuge von Aston Martin tauchen über die Jahre immer wieder auf – drei davon sind an der Sondershow in Oftringen zu sehen, darunter der legendäre DB5.

Ein Beispiel für herausragende Ingenieurskunst aus der Schmiede des Quartiermeisters ist der Dienstwagen aus „Der Spion der mich liebte“ (1977). Der keilförmiger Lotus Esprit bekommt von „Q“ einklappbare Räder und wird damit zum voll funktionsfähigen U-Boot – Raketenabschuss-Vorrichtung inklusive. Das schnittige, weisse Coupé steht ebenfalls in Oftringen.

Ein wertvoller Exot unter den Bond-Autos ist der Toyota 2000 GT aus „Man lebt nur zweimal“ (1967) quasi eine Japan-Version des Jaguar E. Davon wurde für die Strasse nur eine kleine Anzahl produziert, gute Exemplare kosten heute mehrere Hunderttausende und sind kaum zu finden. In der Schweiz gibt es nur einen einzigen und der exklusive Sportwagen (mehrere Geschwindigkeitsrekorde) ist an der Bond-Auto-Show in Oftringen ebenfalls zu sehen. Kurios dieses Detail: weil Bond-Akteur Sean Connery mit 190 cm zu gross für das Coupé war, wurden für den Film exakt zwei Autos in Cabrios umgebaut.

Dass der Mensch am Steuer bei der Verbrecherjagd genauso wichtig ist, wie das Fahrzeug, beweist Bond mit einer Reihe an Autos, die ihm zwischendurch zufällig in die Hände fallen. Es durfte auch mal ein Citroën 2CV sein. Auf spektakuläre und bestens in Erinnerung verbliebene Art musste 007 schon im Tuk Tuk flüchten („Octopussy“, 1983): in der Schweiz fahren wenige dieser Autorikschas herum, umso schöner, dass eines die Ausstellung bereichert.

Viel verband die James-Bond-Filmserie mit der Schweiz: die Bernerin Ursula Andress (81) wurde 1962 erstes Bond-Girl. Der populärste Bond, Roger Moore, wohnte während Jahrzehnten zuerst in Gstaad, danach in Crans Montana, wo er dieses Jahr im Mai 89jährig verstarb. Es wurde im Land auch viel gedreht: in „Goldfinger“ raste 007 über den Furkapass, tankte in Andermatt auf und spionierte in Stans bei den heutigen Pilatus-Werken. Bei Dreharbeiten im Berner Oberland riskierte der spätere Ski-Weltmeister Bernhard Russi (68) als Stuntman (für 150 Franken Tagesgage) buchstäblich Kopf und Kragen, stürzte, brach sich den 7. Halswirbel und lag danach drei Monate im Spital.

Für die Sonderausstellung in Oftringen konnte man sechs Autos gewinnen, welche dem gleichen Modell und demselben Produktionsjahr entsprechen und heute auf dem Markt wahre und teure Raritäten sind. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass gewisse Autos (wie der Aston Martin DB 10) eigens nur für einen Film gebaut wurden, andere verschrottete man bei Dreharbeiten oder versanken im Gardasee („Quantum Trost“, 2008). Originale stehen in Museen (London, Miami), wurden Schauspielern verschenkt oder für Millionen an Auktionen ersteigert, wie der Aston Martin DB5 aus „Goldfinger“, der sich in der Schweiz befindet. Was man in Oftringen sieht, steht dem Original in nichts nach.

Schöne, schnelle und legendäre Autos wie sie 007 fuhr, eine wunderbare Parade aller Filmplakate, Stories, Animationen für gross und klein und Selfie-Fotos mit Mr. Bond, James Bond. Wer Agent 007 mag, sollte sich diese Sonderausstellung nicht entgehen lassen. Der Ort heisst Perry, Perry Center.

Sonderausstellung James Bond Cars, Perry Center, Bernstrasse 4, 4665 Oftringen AG.

6 Fahrzeuge (Aston Martin DB5, Aston Martin DBS, Aston Martin DB11, Lotus

Esprit, Toyota GT 2000, Tuk Tuk), alle Filmplakate, Animationen, Selfie-Sujets.

21. August bis 2. September 2017. Mo-Fr 9-20h/Sa 9-18h/So geschl.

Infos: Giorgio Keller 079 357 73 73 – swissSpirit@bluemail.ch

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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