Mittwoch , 19. Dezember 2018
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Neo-Millionäre in der Schweiz verändern das Leben

Die Schweiz verzeichnet 25 000 Neo-Millionäre

Statistisch gesehen ist knapp jeder 22. Bürger in der Schweiz steinreich. Diese Auswirkungen hat das Geld der Millionäre auf die Schweiz.

Seit vergangenem Jahr leben in der Schweiz 25’000 neue Millionäre. Insgesamt gehören damit 389’200 Personen mit einem freien Vermögen von mindestens einer Million Dollar zur Bevölkerung, so der «World Wealth Report» der Beratungsgesellschaft Capegemini. Das ist fast jeder 22. Bürger. Das Geld mag in Aktien, Anleihen und im Ausland angelegt sein. Aber ein Teil davon geben die Schweizer Reichen sicher auch im Inland aus. Wo zeigt sich das Vermögen in der Schweiz, wie verändern die Millionäre das Land?

• Millionäre fliegen nicht unbedingt First- oder Business-Class. Sondern sie nehmen den Businessjet. Die Flüge mit dem eigenen Privatjet (Neupreis ab 2,9 Millionen Dollar) oder einem gecharterten Privatjet haben in Zürich zugenommen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Starts und Landungen auf 14’381 um 5,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Ein Flug mit dem über den Vermittler Jetapp gecharterten kleinsten Privatjet (zum Beispiel Citation Mustang) von Zürich nach Genf retour kostet für zwei Personen ab 4470 Franken. Mit einem grösseren Mittelklasse-Jet, etwa einer Hawker 800 A, steigt der Preis auf 9950 Franken.

• Die selbst bewohnte, eigene Villa zählt für die Millionäre des «Global Wealth Report» nicht zum freien Vermögen. Dafür aber das Mehrfamilienhaus, das als Geldanlage dient und eine monatliche Rendite bringt. «Immobilien sind als Anlage nach wie vor sehr beliebt, bei Privaten wie auch bei Pensionskassen und Versicherungen», sagt Robert Weinert, Leiter Immo-Monitoring bei der Immobilienberatungsfirma Wüest Partner. In der Folge sind die Preise für Mehrfamilienhäuser in den letzten drei Jahren um 17 Prozent gestiegen. Ein Haus zum Beispiel mit drei Wohnungen in Bern gibt es ab 1,6 Millionen Franken.


• Die Zahl der Zulassungen für Neuwagen aus der Luxusklasse haben gemäss der Vereinigung Auto Schweiz von 1’983 im Jahr 2016 auf 2’263 im Jahr 2017 um mehr als zwölf Prozent zugenommen. Zur Luxusklasse gehören Modelle wie etwa von Ferrari oder Tesla. Für 2018 zeigt der Trend beim Luxus-Autokauf allerdings nach unten. Dies könnte laut Karine Szegedi vom Beratungsunternehmen Deloitte daran liegen, dass sich der Schwerpunkt von Luxus vermehrt auf Erlebnisse wie Reisen verlagert.

Richard Mille für die Elite

 

• Besonders junge Millionäre scheinen die Juwelier- und Uhren-Branche wieder für sich entdeckt zu haben. Gemäss einer Studie der Beratungsfirma Bain & Company war 2017 ein tendenziell positives Jahr für den Luxusgütermarkt. Nachdem das Geschäft 2016 zurückgegangen war, legte es 2017 um fünf Prozent zu. Zu verdanken sei dies vor allem den Millennials: junge Erwachsene und Teenagern, die ihr Bling-Bling online bestellen. Deren Nachfrage macht inzwischen 85 Prozent des Wachstums aus.

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.