Montag , 14. Oktober 2019
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Erste Chevrolet Corvette mit Mittelmotor

Neue Stingray ist schnellste und leistungsstärkste Basis-Corvette aller Zeiten

Chevrolet erfüllt heute mit der Einführung der neuen Corvette Stingray, des allerersten serienmäßigen Mittelmotor-Modells der Marke, ein langfristiges Versprechen der Sportwagen-Ikone: Die nächste Generation der Corvette Stingray verkörpert einerseits die Summe aller ihrer Vorgänger, wurde aber gleichzeitig neu erdacht, um Kunden ein komplett neues Niveau an Leistung, Technik, Qualität und Annehmlichkeiten zu bieten.

Vom Front- zum Mittelmotor, in unter drei Sekunden

„Corvette stellt bei GM seit jeher die Speerspitze in Sachen Innovation und dem Ausloten des Machbaren dar. Nachdem das konventionelle Fahrzeugkonzept mit Frontmotor an seine Leistungsgrenzen stieß, wurde das neue Layout erforderlich“, erklärt GM President Mark Reuss. „In puncto Komfort und Fahrspaß sieht das neue Modell nach wie vor aus wie eine Corvette und fühlt sich auch so an. Die Fahrleistungen übertreffen jedoch die aller Vorgängermodelle in der bisherigen Geschichte der Corvette. Die Kunden werden von unserer Fokussierung auf Details und natürlich Leistung begeistert sein“.

Das neue Mittelmotor-Layout verschafft der neuen Corvette Stingray:

  • Eine bessere Gewichtsverteilung, wobei die Schwerpunktverlagerung nach hinten die Performance in puncto Längsdynamik genauso verbessert wie die Querdynamik auf der Strecke.
  • Besseres Reaktionsvermögen und Kontrollgefühl des Fahrers dank seiner näheren Positionierung zur Vorderachse, d.h. beinahe auf den Vorderrädern.
  • Schnellste Beschleunigung aller Corvette-Basismodelle – in unter drei Sekunden von 0 auf 60 mph bei Modellen mit Z51-Ausstattung.
  • Sicht auf die Fahrbahn wie bei einem Rennwagen dank tieferer Positionierung der Haube, der Instrumententafel und des Lenkrads. Durchgängig ausgezeichnete Sicht nach vorne für Fahrer und Beifahrer.
  • Weitere Verbesserung der traditionellen Corvette-Stärken in puncto Alltagstauglichkeit: Zwei Kofferräume bieten einen Laderaum von insgesamt 357 Litern; ideal für Reisegepäck oder eine 2-fache Golfausrüstung.

Von Motorsport und Aeronautik inspiriertes Design

Äußerlich zeichnet sich die neue Corvette Stingray durch einen schwungvollen, futuristisch anmutenden Auftritt mit ungewöhnlichen und spannenden Mittelmotor-Proportionen aus, bleibt aber dennoch unverwechselbar eine Corvette. Dabei vermittelt das schlanke, muskulöse und sportlich ausgeformte Exterieur aus jedem Blickwinkel ein Gefühl von Speed und Power.

„Als Amerikas ikonischster Sportwagen bot die grundlegende Neugestaltung der Corvette Stingray dem Team eine historische Chance und erfüllte damit einen bereits seit über 60 Jahren gehegten Wunsch der Chevrolet-Designer“, erklärt Mike Simcoe, Vice President of Global Design, General Motors. „Nun stellt sie das Beste Amerikas dar, einen Neuzugang in der Klasse der Mittelmotor-Sportwagen. Wir wissen, dass die Corvette überzeugend in der Liga der Weltbesten mitspielen kann“.

Qualitative Ausführung auf Supercar-Niveau, Premium-Materialien und Liebe zum Detail spielten bei der Gestaltung jeder einzelnen Stingray-Komponente eine ausschlaggebende Rolle. Ohne Zweifel im Mittelpunkt des Designs steht dabei die neue Anordnung des Motors: Er bildet das Herzstück dieser Corvette der nächsten Generation. Gleichsam wie ein Juwel in einer Vitrine platziert, ist er durch das große Fenster der Heckklappe sichtbar. Dabei wurden mit Blick fürs Detail alle Kabel, Schläuche, Schrauben und Befestigungen – ähnlich wie beim Design moderner Renn- und Straßen-Motorräder – optimal in Szene gesetzt.

Weitere Design-Merkmale:

  • Low-Profile-Scheinwerfer um komplett neue Projektoren herum gestaltet.
  • Vollständig verborgene Tür-, Hauben- und Heckklappenentriegelungen sorgen für eine ungestörte Optik des ausgeformten Designs.
  • Große seitliche Lufteinlässe für Motorkühlung und Aerodynamik.
  • A-Säulenform vermittelt Eindruck von Speed und unterstützt die Sicht.
  • Große Heckklappe setzt den Motor mit sieben Lufthutzen wirksam in Szene.
  • Vierfach-Auspuffendrohre an den äußeren Fahrzeugenden.
  • Doppel-LED-Rückleuchten mit animierten Blinkern.

Den aeronautischen und rennsportlichen Wurzeln des Fahrzeugs getreu, wurde der Auftritt der neuen Corvette Stingray mit nach vorne weisender Kuppel von modernen Kampfjets wie der F22 und der F35 sowie von Formel-1-Fahrzeugen inspiriert. Zu den weiteren klassischen Corvette-typischen Designmerkmalen, die an die neue Corvette Stingray adaptiert wurden, gehören unter anderem die markante, die Mission des Fahrzeugs kommunizierende Frontpartie, eine klassische horizontale Falte, aggressiv wirkende vordere Kotflügel sowie die bekannte Platzierung der dualen Frontscheinwerfer.

Das Interieur wurde durch folgende Neuerungen weiter verbessert:

•            Ein Cockpit, das nicht nur um rund 42 cm nach vorne gewandert ist, sondern den Fahrer wie eine Hülle umschließt und damit das Thema „High Performance und Aeronautik“ unterstreicht.

•            Senkrecht angeordnete Klimatisierungs-Bedienelemente und ultraschmale Belüftungsöffnungen sorgen für eine minimale Höhe der Instrumententafel und damit für einen tiefliegenden, geräumigen Innenraum.

•            Ein neues, oben und unten abgeflachtes Zweispeichenlenkrad mit kleinem Durchmesser ermöglicht die freie Sicht des Fahrers auf das rekonfigurierbare 12-Zoll-Instrumenten-Display.

Die neue Corvette Stingray zeichnet sich durch den Einsatz und die handwerklich hochwertige Ausführung von Premium-Materialien im Innenraum aus:

•            Manuell gefertigte, eigens für das Fahrzeug zugeschnittene und genähte Lederkomponenten mit dicken Steppnähten.

•            Großzügiger Einsatz von Echtmetallen.

•            Edelstahl-Lautsprechergitter beim Bose Performance Series Audiosystem.

•            Karbon-Zierelemente an den GT2-Sitzen und Competition-Sport-Sitzen.

•            Zierelemente für Konsolen und Türverkleidungen nach Wahl entweder aus Echt-Alu oder Echt-Karbon.

Kunden können bei der Kreation ihres ganz persönlichen Design-Statements nun auf die umfangreichste, jemals für eine Corvette angebotene Palette von Individualisierungsoptionen zurückgreifen:

•            12 Fahrzeugfarben — Torch Red, Arctic White, Black, Blade Silver Metallic, Shadow Gray, Ceramic Matrix Gray, Long Beach Red, Elkhart Lake Blue und Sebring Orange — sowie drei komplett neue Farben: Rapid Blue, Zeus Bronze und Accelerate Yellow.

•            Sechs Interieur-Farbmotive: Jet Black, Sky Cool Gray, Adrenaline Red, Natural/ Natural Dipped, Two-Tone Blue und Morello Red.

•            Sechs Gurtfarben: Black, Blue, Natural, Torch Red, Yellow und Orange.

•            Zwei optionale Nahtfarben: Gelb und Rot. Innenräume in Standard-Schwarz sind mit Sky-Cool-Gray-Nähten versehen.

Drei Sitzoptionen:

•            GT1 – sportliches Styling mit Betonung auf Komfort bei gleichzeitig guter Unterstützung in sportlich-ambitionierten Fahrsituationen. Mulan-Leder-Akzente sowie optionale Zweifach-Lendenwirbelstütze und Flügelverstellung.

•            GT2 – erstmalig in der Corvette eingesetzt, bieten diese Sitze eine vom Rennsport inspirierte Anmutung bei gleichzeitigem Komfort für Langstreckenfahrten dank Dual-Density-Schaumstoff. Ferner sind sie mit Karbon-Verzierungen, einem Nappa-Leder-Einsatz, Mulan-Leder-Polsterung, einer in Jet-Black lackierten Rückenlehne, zweifacher Lendenwirbelstütze und Seitenwangenverstellung sowie Heizung und Belüftung ausgestattet.

•            Competition Sport – für ambitionierte, streckenfokussierte Fahrer konzipiert, bieten diese Sitze unter anderem progressiv stützende Polster, vollflächig aus Nappaleder bestehende Sitzflächen und Karbon-Verzierungen an der Kopfstütze, Heizung und Belüftung sowie ein komplett neues widerstandsfähiges und von Kevlar-Westen inspiriertes Performance-Textilmaterial.

Konstruiert als echtes Supercar für den Alltag

Die Struktur der Corvette ist um ihr Rückgrat herum aufgebaut: den Mitteltunnel. Dadurch wird eine leichte, steife Struktur ermöglicht, die als Basis für das Fahrwerkssystem für dessen optimale Leistung sorgt. Da die Fahrzeugstruktur keine unerwünschte Nachgiebigkeit aufweist, erleben Corvette-Kunden ultimativen Fahrkomfort bei ausgezeichnetem Seitengrip. Das Fahrzeug vermittelt das Gefühl solider Bodenhaftung mit minimalen Vibrationen bei hohen Geschwindigkeiten oder auch auf Langstreckenfahrten.

„Unsere Mission lautete, eine neue Art von Sportwagen zu entwickeln, der die erfolgreichen Corvette-Attribute mit der Performance und dem Fahrerlebnis von Mittelmotor-Supercars verbindet“, erklärt Corvette-Chefingenieur Tadge Juechter.

Der vom Tunnel dominierte Konstruktionsansatz bietet viele Vorteile, zum Beispiel:

•            Verbesserte Torsionssteifigkeit mit dem Gefühl solider Bodenhaftung sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke.

•            Hervorragender Ein-/Ausstieg für ein Fahrzeug mit Mittelmotor. Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern sind keine übergroß dimensionierten Schweller als tragende Teile erforderlich: Dies erleichtert den Ein- und Ausstieg bei diesem Fahrzeug.

•            Ausgezeichnete Stabilität dank eines niedrigen Schwerpunkts und hervorragendes Handling.

•            Erhalt des beliebten abnehmbaren Corvette-Dachs, das sich leicht im hinteren Kofferraum verstauen lässt.

•            Ein vorderes Staufach mit Platz für ein Standard-Flug-Handgepäckstück sowie eine Laptoptasche.

•            Lieferbar in Links- und Rechtslenkerausführung – erstmalig bei Corvette und ein Meilenstein für den Vertrieb in Grossbritannien, einem der global bedeutendsten Sportwagenmärkte.

•            Intelligentes Packaging mit verbessertem Innenraumkomfort einschließlich rund zweieinhalb Zentimetern zusätzlicher Sitzverstellung nach hinten und beinahe doppeltem Neigungswinkel der Rückenlehne.

Die komplett neue Corvette Stingray wird mit einer smarten Materialmix-Strategie gebaut, die unter anderem folgende wichtige Merkmale ermöglicht:

•            Eine starke, steife und gleichzeitig leichte Hauptstruktur aus sechs Hochdruck-Alugussteilen, auch als „Bedford Six“ bekannt, die bei GM Powertrain in Bedford, Indiana, gefertigt werden. Diese Komponenten minimieren die Anzahl von Anbindungsstellen innerhalb des Fahrzeugs und sorgen damit für eine steifere Struktur, die das Handling und Kurvenfahren auf der Rennstrecke unterstützt.

•            Erstmalig in der Branche eingesetzter gewölbter hinterer Karbon-Stoßstangenträger zur Gewichtsreduktion.

•            Kofferraumwannen vorne und hinten sowie Armaturenbrett aus geformtem, ultraleichtem „Float“-Material, einem Derivat aus Glasfaser und einem proprietären Harz. Das Material ist so leicht, dass es tatsächlich im Wasser schwimmen kann. Zusammen mit weiteren Glas- und Karbonfaser-Varianten dient es zur Verringerung von Masse sowie zur Reduzierung von Geräuschen und Schwingungen.

Handling: das Herzstück der Corvette-Fahrspaß-DNA

Die Corvette Stingray ist für überragenden Fahrkomfort auf der Straße und ausgewogenes Handling auf der Rennstrecke ausgelegt.

„Dank ausgereifter Achsgeometrie, maßgeschneiderter Reifentechnologie und konsequenter Fokussierung auf strukturelle Details haben wir Fahrkomfort und Handling noch weiter verbessert“, so Juechter. „Keine Corvette hat sich jemals so komfortabel, agil und dabei gleichzeitig vollkommen stabil angefühlt.“

Die neue Corvette Stingray verfügt über Federbeine, die für eine komplett neue Komfort- und Handling-Charakteristik sorgen. Die Mittelmotor-Architektur ermöglicht eine kurze, direkte und steife Lenkung, gepaart mit einem weiterentwickelten elektronischen Lenksystem, das die Befehle des Fahrers an das Fahrwerk sofort umsetzt.

Die neue Sitzposition platziert den Fahrzeugschwerpunkt nahe an die der Innenseite zugewandten Hüfte des Fahrers, so dass sich das Fahrzeug buchstäblich um den Fahrer herumdreht. Dies führt zu einer völlig veränderten Wahrnehmung des Handlings und Reaktionsverhaltens des Fahrzeugs.

Unter anderem wurden Komfort und Handling wie folgt optimiert:

•            Verbesserung der Lenkübersetzung von 16,25:1 auf 15,7:1.

•            Neue präzisere und tuningfähige eBoost-Bremsen.

•            Vorderachsanhebung für rund 40 mm höhere Bodenfreiheit an der vorderen Stoßstange in 2,8 Sekunden, dadurch Schutz vor Bodenwellen, Schlaglöchern, in steilen Einfahrtsbereichen und bei sonstigen Fahrbahnauffälligkeiten. Das System kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 38 km/h agieren und lässt sich über GPS auf automatischen Betrieb mit bis zu 1.000 gespeicherten Örtlichkeiten programmieren.

•            Unterstützung des Launch-Control-Systems dank Gewichtsverlagerung nach hinten ermöglicht der neuen Corvette Stingray ein schnelleres Anfahren als jeder anderen Basis-Corvette in der bisherigen Modellgeschichte.

•            Z51 Performance Package, das in die neue Corvette Stingray eine Fülle neuer Technologien einführt:

o            Performance-Aufhängung mit manuell verstellbaren Gewindefedersitzen.

o            Größere Bremsscheiben mit Z51-Logo auf den Bremssätteln.

o            Verbesserte Kühlung.

o            Spezifische Achsübersetzung.

o            Lufteinlässe zur Bremskühlung vorne.

o            Performance-Auspuffanlage.

•            Ein in die Transaxle-Konstruktion integriertes elektronisches Sperrdifferenzial moduliert das Drehmoment zwischen den Hinterrädern und sorgt damit für herausragende Fahrzeugstabilität.

•            Ein Front-Splitter und offener zweiteiliger Heckspoiler sorgen zusammen für bis zu zirka 180 Kilogramm mehr Abtrieb und gleichzeitig verbesserten Grip in Kurven.

•            Optionale Magnetic Ride Control 4.0 mit verbesserter Straßenerkennung liefert präzisere Daten über an der Achse montierte Beschleunigungsmesser. Die optimierte Elektronik reagiert schneller und geschmeidiger auf die Befehle des Fahrers und trägt damit zu klassenbestem Fahrkomfort bei.

•            Optionales Performance Traction Management.

Das Juwel in der Mitte

Herzstück der neuen Corvette Stingray ist die nächste Generation von Chevys 6,2-Liter-Small-Block-V8-LT2-Motor, des einzigen V8-Saugers in diesem Segment. Bei Ausstattung mit einer Performance-Auspuffanlage leistet er 495 PS (369 kW) und gibt ein Drehmoment von 637 Nm ab. Damit erzielt er Spitzenwerte in puncto Pferdestärken und Newtonmeter aller bisherigen Corvette-Basisversionen.

„Obwohl nun hinter dem Fahrer platziert, verursacht das LT2-Aggregat nach wie vor das gleiche Kribbeln im Bauch, das man von einer Corvette erwartet“, sagt Jordan Lee, GM’s globaler Chefingenieur für Small-Block-Motoren. „Der LT2 wurde auf exzellente Drehmomentabgabe im unteren Drehzahlband und hohe Leistung im oberen Bereich ausgelegt und sorgt damit für ein faszinierendes Ansprechen des Gaspedals in allen Drehzahlbereichen“.

Der tiefliegende Antriebsstrang ermöglicht einen niedrigen Schwerpunkt für optimales Handling. Die vielleicht wesentlichste Weiterentwicklung findet sich im Schmier- und Belüftungssystem. Dabei verfügt die Basisversion der Corvette Stingray erstmalig über ein im Motor installiertes Trockensumpf-Ölsystem und drei Ölabsaugpumpen für verbesserte Performance auf der Strecke.

Während ambitionierter Fahrten auf der Strecke bleibt das Ölvolumen zur Vermeidung von Leistungseinbußen auf hohem Niveau. Dank der wesentlichen Verbesserung der querdynamischen Fähigkeiten der neuen Corvette Stingray musste das Trockensumpf-Schmiersystem des LT2-Motors neu konzipiert werden, um selbst bei Querbeschleunigungswerten von über 1G in allen Richtungen eine ausgezeichnete Motorleistung sicherzustellen.

Dank einer leichten, 3,2 mm dicken Glasscheibe an der Heckklappe können Eigentümer der Corvette Stingray ihren Motor zur Schau stellen. Zur Ableitung der Hitze aus dem LT2-Motorraum verfügt die Scheibe hinten über eine freitragende Kante.

Unter anderem weist der Motor folgende wesentliche Merkmale auf:

•            Das Aggregat sitzt quasi wie ein gefasster Edelstein im hinteren Bereich und ist durch die Heckklappenscheibe sichtbar.

•            Alle Teile, einschließlich der Auspuffanlage mit Kabeln, Schläuchen, Leitungsbefestigungen, Kühlschläuchen, dem Krümmer und selbst der Schrauben und Befestigungen werden im Hinblick auf ihre optische Wirkung gefertigt. Ebenso wie auf das Exterieur wurde sorgfältiges Augenmerk auch auf alle Motorkomponenten gelegt: Selbst die Oberflächen der Hitzeschilde sind strukturiert.

•            Komplett neuer Motorblock und ebenso neues Belüftungssystem. Die Mittellinie der Kurbelwelle sitzt etwa 2,5 cm näher am Boden, wo sie mit der Motor-Getriebeeinheit (Transaxle) für verbessertes Handling verbunden ist.

•            Flache Ölwanne zur Reduzierung von Masse.

•            Erhöhung der Ölkühlerleistung um 25 Prozent.

•            Rote Standard-Ventildeckel.

Eine andere Art des Schaltens

Das LT2-Aggregat der nächsten Generation ist mit Chevrolets erstem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe gepaart, das blitzschnelle Gangwechsel und ausgezeichnete Kraftübertragung gewährleistet. Mit einzigartiger TREMEC-Technik konstruiert, bietet dieses Getriebe das Beste aus zwei Welten: das dynamische, direkte Gefühl eines Schaltgetriebes und den Premium-Komfort einer Automatik. Dabei erlaubt die Doppelwippen-Auskupplungsfunktion dem Fahrer durch gleichzeitiges Festhalten beider Wippen sogar das Auskuppeln für erweiterte manuelle Kontrolle.

Über Schaltwippen kann der Fahrer bestimmte Gänge wählen. „Die Performance-Schalt-Algorithmen sind dabei so auf den Fahrer fokussiert, dass sie einen beherzten Fahrstil – unabhängig vom Fahrmodus – erkennen und niedrigere Gänge für entsprechend höhere Gasannahme länger beibehalten“, erklärt Juechter.

Der neue Small-Block-V8-Motor hat einen optimierten Drehzahlverlauf, um die blitzschnellen Schaltvorgänge des maßgeschneiderten Doppelkupplungsgetriebes (DCT) zu nutzen. Bei der Abstimmung des DCT wählten die Ingenieure eine sehr geringe Übersetzung im ersten Gang zur Nutzung der zusätzlichen Traktion für ein möglichst schnelles Anfahren, während die eng abgestuften Gänge 2 bis 6 den Motor auf der Strecke im nahezu höchsten Leistungsbereich halten. Länger übersetzte siebte und achte Gänge sorgen für entspannte Langstreckenfahrten mit geringer mechanischer Belastung und ausgezeichneten Verbrauchswerten.

Das DCT-Getriebe ist gepaart mit einem neuen „Electronic Transmission Range Selector“. Bei dieser elektrischen Gangschaltung besteht keine mechanische Schnittstelle zwischen Wählhebel und Getriebe. Dabei integriert der elektrische Wählhebel der Corvette zwei Zugschalter für „Reverse“ und „Drive“ sowie Tasten für „Park, Neutral und Low/Manual“. Beim Design wurde darauf geachtet, dass der Wählhebel sich von Standardversionen durch ein besonders attraktives Design und kompakte Bauweise abhebt.

Komplett neue Technologie optimiert Performance und Alltagstauglichkeit

Bei den Fahrmodi wurden die Auswahlmöglichkeiten nunmehr von vier auf sechs erweitert. Damit können Fahrer das Fahrgefühl ihrer Corvette noch gezielter an ihre persönlichen Präferenzen anpassen.

Die bekannten Modi „Weather, Tour, Sport und Track“ bleiben erhalten, werden aber durch zwei neue Modi ergänzt:

•            MyMode, eine konfigurierbare Einstellung für einen bevorzugten Fahrstil, der zwischen zwei wesentlichen Zyklen bestehen bleiben kann.

•            Z Mode, benannt nach den berühmten Corvette Performance Packages Z06, ZR1 und Z51, wird durch einen „Z“-Knopf am Lenkrad aktiviert. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten „Single-Use“-Modus, der MyMode-Konfigurierungen noch einen Schritt weiterführt und Fahrern auch die jeweils spezifische Veränderung von Motor- und Getriebeeinstellungen ermöglicht.

Die neue Corvette Stingray profitiert ferner von der neuen digitalen GM-Fahrzeugplattform: einer komplett neuen elektronischen Architektur, welche die Übernahme von unternehmenseigenen Technologien der nächsten Generation ermöglicht. Die Architektur minimiert den Einsatz von Verkabelungen und erlaubt gleichzeitig eine schnellere Signalübermittlung zwischen verschiedenen Fahrzeugsystemen und den höher auflösenden Bildschirmen. Die Plattform ermöglicht kontinuierliche Fahrzeugoptimierungen mittels Over-the-Air-Updates sowie verbesserte Cyber-Security-Maßnahmen.

Zu weiteren neuen Technologie-Funktionen gehören unter anderem:

•            Corvettes Infotainment-System der nächsten Generation. Es zeichnet sich durch größere Schnelligkeit und Einfachheit aus und verfügt über ein höher auflösendes Display.

•            Erstmalig bei Chevy: One-Touch-Bluetooth gepaart mit Near Field Communication.

•            Kabellose Aufladefunktion.

•            Kontinuierlich lernende Spracherkennung.

•            Verbesserte Echtzeit-Verkehrsfunktion.

•            Neues, anpassbares 12-Zoll-Instrumentencluster, abgestimmt auf alle sechs Fahrmodi.

Neue elektrische Funktionen umfassen unter anderem:

•            Memory Funktion für Fahrer- und Beifahrersitz.

•            Beheizbares Lenkrad.

•            Reifendruckwarnsystem, das den Fahrer vor maximalem Luftdruck warnt.

•            Zwei neue Bose-Audio-Systeme: Standard-Premium-System mit 10 Lautsprechern sowie optionales Bose System der Performance Serie mit 14 Lautsprechern. Integration der Lautsprechergitter in die unteren Türverkleidungen sorgt für eine elegante Optik und schützt gleichzeitig vor Schäden durch Schuhwerk.

•            Industrieweit wegweisender „Performance Data Recorder“ (PDR), ein fortschrittliches Fahranalyse-Tool, das durch eine HD-Kamera sowie eine neue Bordschnittstelle nochmals aufgewertet wurde. Damit können Kunden sowohl Aufzeichnungen auf Rundstrecken als auch zwischen einzelnen Punkten auf Straßenstrecken vornehmen. Das PDR lässt sich wie eine Dash Cam auf automatische Aufzeichnung jeder Corvette-Fahrt einstellen oder so konfigurieren, dass Aufzeichnungen nur dann starten, wenn sich das Fahrzeug im „Valet“-Modus befindet.

Erschwinglichkeit bleibt weiterhin ein Markenzeichen

Corvette steht seit jeher für ikonisches amerikanisches Design, für Leistung, technischen Erfindergeist und Erschwinglichkeit. Auch das neue Stingray-Modell setzt diese Tradition als kompromissloses Wertversprechen fort.

Der Produktionsstart der US-Versionen der neuen Chevrolet Corvette Stingray ist für Ende des Jahres 2019 im GM-Montagewerk Werk Bowling Green geplant. Weitere Informationen zu Preisen und Ausstattungen sowie zu europäischen Versionen inklusive der rechtsgelenkten Varianten werden vor der jeweiligen Markteinführung bekanntgegeben.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.