Sonntag , 19. November 2017
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Frische Uhren am SIHH 2016_Tag 4

Cartier stellt auf dem diesjährigen SIHH in Genf nebst einem Feuerwerk von Neuheiten aus dem Haute Horlogerie und Haute Joaillerie Bereich die neue Modelllinie Drive de Cartier in den 03_DRIVE_DE_CARTIER_AUTO_PG-copy-819x1024Vordergrund. Ihre Gehäuse aus Rotgold oder Stahl verfügen über schwarze, graue oder weiß guillochierte Zifferblätter mit römischen Ziffern und schwertförmigen Zeigern. Durch den transparenten Gehäuseboden ist das Manufakturwerk 1904 MC sichtbar, das in zwei Versionen erhältlich ist: Stunde, Minute, kleine Sekunde und Datum für das 1904-PS MC und zweite Zeitzone, Tag- Nachtanzeige, Großdatum und kleine Sekunde für das 1904-FU MC. Die Drive de Cartier gibt es außerdem in einer Haute Horlogerie-Version mit fliegendem Tourbillon und Kaliber 9452 MC, zertifiziert mit dem „Poinçon de Genève“. Alle drei Uhrwerke werden in der Manufaktur Cartier hergestellt.

Das 2010 kreierte Kaliber 1904 MC gehört zu den ersten Uhrwerken, die von der Manufaktur Cartier konzipiert, entwickelt und zusammengesetzt wurde. Auf die Veredelungen wird bei dem Kaliber 1904 MC großen Wert gelegt. Das zeigen zum Beispiel die Brücken und die Schwungmasse, die über Genfer Streifen verfügen für eine chronometrische Stabilität.

dsc01169Das Kaliber 1904-FU MC aus dem Jahr 2014 kombiniert eine retrograde zweite Zeitzone und eine Tag-/Nachtanzeige mit einem Großdatum und einer kleinen Sekunde. Bedient werden diese Komplikationen direkt über die Krone. Dieses Uhrwerk befindet sich in dem Modell mit der kleinen Komplikation der Uhr Drive de Cartier. Die Drive de Cartier mit fliegendem Tourbillon, die Haute Horlogerie-Variante, ist ihrerseits mit dem mechanischen Uhrwerk mit Handaufzug 9452 MC ausgestattet. Die mit dem „Poinçon de Genève“ zertifizierte Uhr wird in den „Poinçon de Genève“- Ateliers von Haute Horlogerie Cartier, die sich im ersten Stock der Cartier Boutique in der Rue du Rhône 35 in Genf befinden, zusammengesetzt und eingestellt.

Weiteres Gesprächsthema war der neue CEO. Cyrille Vigneron leitet ab 1. Januar 2016 das Flaggschiff des Richemont-Konzerns. Keine drei Wochen also, bevor die Genfer Uhrenmesse SIHH eröffnete, wo die Luxusmarke den Löwenanteil ihres Jahresumsatzes bestreitet. Doch der neue CEO ist seit vielen Jahren mit Cartier eng vertraut und kam für seinen neuen Posten aus Japan zurück, wo er zuletzt für LVMH arbeitete. Er weiß nicht nur, wonach der Uhrenmarkt verlangt, sondern auch worauf anspruchsvolle Herren bei ihren Zeitmessern achten.

Audemars Piguet

Jedes Jahr ist es bei AP das gleiche Prozedere: François-Henry Bennahmias, CEO Audemars Piguet, sprintet im jugendlichen outfit mit Turnschuhen und Schal in20160119_171122_resized_1 die offizielle Präsentation und gibt hektisch einen Abriss über das vergangene Jahr, da Audemars Piguet nicht zum Richemont Konzern gehört und nicht börsenkotiert ist, darf das Unternehmen Zahlen bekanntgeben. 2015 erzielte AP mit 40‘000 Uhren einen Umsatz von 700 Millionen Schweizer Franken.

Ganz anders hindoch, wenn man einen persönlichen Termin mit François-Henry Bennahmias hat, da ist er völlig relaxt.

Zwei grosse Themen beherrschen bei Audemars Piguet aus Les Brassus das noch frische Uhrenjahr: Royal Oak Kollektion und Gelbgold.

ro_diver_1Die neue Royal Oak kommt als Offshore Diver Chronograph im 42mm großen Stahlgehäuse. Viel Farbe und neue Designelemente zeichnen die vier Taucher aus, die exklusiv in Audemars Piguet-Boutiquen erhältlich sein werden. Geschwärzte Zeiger und Indexe aus Weißgold heben sich von den kontrastreichen Zifferblättern in Orange, Limone, Zitrone und Blau ab. Die Anzeige der Tauchfunktion ist farbig gekennzeichnet und sorgt so in Tiefen von bis zu 300 Metern für eine bessere Lesbarkeit. Angetrieben von dem Manufaktur-Kaliber 3124/3841 mit automatischem Aufzug und 50 Stunden Gangreserve. Der Preis soll bei 27.300 Euro liegen.

Das Royal Oak Tourbillon Chronograph Suqelette mit 44mm großem Platingehäuse. Im Inneren arbeitet das Manufaktur-Kaliber 2936 mit Handaufzug und 72 Stunden Gangreserve.

Die Royal Oak Tourbillon Extraflach Suqelette wird in einem 41mm großes Gehäuse aus 18 Karat Gelbgold ausgeliefert. Bei dem Werk handelt es sich um das Manufaktur-Kaliber 2924 mit Handaufzug und 70 Stunden Gangreserve. Die Gesamthöhe des Uhrwerks liegt bei nur 4,46mm.

Die Royal Oak Concept Supersonnerie präsentiert sich in einer neu entwickelten Gehäusekonstruktion, die vor Schalldämpfung schützt und den Klang verstärkt. Traditionellerweise werden die Tonfedern des Minutenschlagwerks an der Werkplatte befestigt. Bei der Royal Oak Concept Supersonnerie werden sie an einem neuen Element unterhalb des Uhrwerks befestigt, das als Resonanzboden wirkt. Nun sind es die Tonfedern, und nicht die Werkplatte, die die Schwingungen direkt an den Resonanzboden weiterleiten. Die Funktionsweise ist identisch mit der des oberen Teils eines Gitarrenkorpus. Das Ganze wird in einem 44mm großen Gehäuse aus Titan ausgeliefert. Angetrieben wird die Mechanik von dem Manufaktur-Kaliber 2937 mit Handaufzug.

Was dieses Jahr bei Audemars Piguet sofort auffällt – Gelbgold ist das (Edel)Metall der Stunde. Deshalb werden viele Modelle der Signature-Kollektion Royal Oak in genau diesem Gehäusematerial präsentiert. Der Ewige Kalender beispielsweise wird ein einem imposanten 41 mm-Gehäuse aus Gelbgold und dem neuen Kaliber 5134 ausgeliefert.

Der ebenfalls 41mm große Royal Oak Chronograph wirkt in Gelbgold genauso edel wie die Kalendervariante. Angetrieben wird er von dem Inhouse-Kaliber 2385 mit Automatikaufzug und 40 Stunden Gangreserve.

Die neue Royal Oak Automatik mit einem Gehäusedurchmesser von 37 mm aus 18-karätigem Gelbgold lehnt sich eng an das zum 40-jährigen Jubiläum aus dem Jahr 2012 überarbeiteten Design und ist mit einem silberfarbenen oder blauem Zifferblatt mit dem filigranen „Grande Tapisserie“-Motiv zu haben. Das Innenleben der Uhr und die gravierte, goldene Schwungmasse des Uhrwerks können durch den entspiegelten Saphirglasboden betrachtet werden.

Montblanc

«Montblanc entwickelt eine regelrechte Uhrenkultur»,   so Jérôme Lambert, seit Mitte 2013 CEO bei Montblanc zu Tick-Talk. Sein ehrgeiziges Ziel, er will Montblanc zum Flagship innerhalb desjerome-lambert_1 Richemont Konzerns machen. Zu den Neuheiten: Eine wichtige Inspirationsquelle boten einige der legendären Zeitmesser aus dem Vermächtnis der Minerva Manufaktur, und auch die handwerkliche Kompetenz von Montblanc war ein bedeutender Faktor. Die Heritage Collection ist mit hochwertigen Alligatorlederarmbändern ausgestattet, die von der Montblanc Pelletteria – der firmeneigenen Ledermanufaktur der Marke – im italienischen Florenz gefertigt wurden.

Montblanc-Heritage-Chronométrie-Dual-Time-Vasco-da-Gama-Limited-Edition-238-1Montblanc Heritage Chronométrie Dual Time. Dieser Zeitmesser verfügt über eine intern von Montblanc entwickelte Komplikation, die gleichzeitig neben der Uhrzeit in einer zweiten Zonenzeit (Ortszeit) die Uhrzeit in der Heimat ihres Trägers anzeigt. Dafür zuständig ist ein zweiter Stundenzeiger, der in Stundenschritten eingestellt werden kann, ohne die Position des ersten Stundenzeigers zu beeinträchtigen. Die Datumsanzeige ist ebenfalls auf die Ortszeit abgestimmt. Wenn der Träger die Uhrzeit in der zweiten Zeitzone nicht anzeigen möchte, kann der zweite Stundenzeiger auch synchron auf die Uhrzeit in der Heimat eingestellt werden. Die 24-Stunden-Anzeige bei 12 Uhr zeigt mithilfe einer Tag- und Nachtanzeige an, wie spät es in der Heimat ist.

Montblanc Heritage Chronométrie ExoTourbillon Minute Chronograph. Mit dieser patentierten ExoTourbillon Konstruktion bietet Montblanc zum ersten Mal eine Stoppsekundenfunktion, bei der die Schraubenunruh direkt durch eine winzige Feder angehalten wird. Eine derartige Konstruktion wird nur selten mit einem Tourbillon kombiniert und ist äußerst nützlich, wenn der Träger nicht nur den Stunden- und den Minutenzeiger präzise einstellen möchte, sondern auch den Sekundenzeiger.

Montblanc Heritage Chronométrie ExoTourbillon Minute Chronograph Vasco da Gama Limited Edition 60. Selbstverständlich steht das tickende Flaggschiff von Montblanc in direktem Bezug zu Vasco da Gamas segelndem Flaggschiff, der São Gabriel. So ziert das Saphirglas, das in den Gehäuseboden eingelassen ist, neben einer Zeichnung des historischen Segelschliffs ebenfalls die Signatur des furchtlosen Entdeckers und Seefahrers. In Anlehnung an die 60 Mann starke Besatzung der São Gabriel ist diese Edition auf 60 Uhren limitiert.

Montblanc Heritage Chronométrie Quantième Annuel Vasco da Gama. Der Jahreskalender, den die französischen Uhrmacher „Quantième Annuel“ tauften, „kennt“ automatisch die Dauer aller Monate von März bis Januar. Erst am letzten Tag im Februar benötigt die Uhr gegen Mitternacht etwas Aufmerksamkeit. Um vom 28. oder 29. Februar zum 1. März zu gelangen, muss eine manuelle Korrektur vorgenommen werden, die sich jedoch ganz einfach durch das Herausziehen und Drehen der Krone gestaltet. An allen anderen Tagen des Jahres sorgt die Uhr auf vier kleinen Zifferblättern für eine präzise Anzeige aller Kalenderinformationen.

Montblanc Heritage Chronométrie Quantième Complet Vasco da Gama. Wie beim Jahreskalender ist auch beim vollständigen Kalender die Mondphasenanzeige in eine präzise Darstellung des sternenbedeckten Himmels eingebettet, wie er den Seefahrern 1497 über der südlichen Hemisphäre erschien. Das Kreuz des Südens mit seinen leuchtenden Sternen Alpha, Beta, Gamma (in leicht rötlicher Farbgebung in Anlehnung an seinen himmlischen Namensvetter) und Delta sind ebenfalls gut erkennbar. Zur Anzeige der Mondphase ist die wunderschöne blau lackierte Konstellation mit einer Öffnung ausgestattet, in der eine darunter liegende goldene Drehscheibe den Mond am Himmelszelt anzeigt.

Bewiesene Qualität – 500 Stunden strenge Tests Bevor sie die Montblanc Manufaktur in Le Locle im Schweizer Jura verlässt, muss jede Uhr der Heritage Chronométrie Collection zunächst den strengen Montblanc Laboratoy Test 500 durchlaufen. Diese Qualitätskontrolle, die jede Ungenauigkeit aufspürt, die während des Zusammensetzens und der Feineinstellung übersehen wurde, garantiert den Kunden von Montblanc, dass sie einen Zeitmesser von höchster Qualität erhalten, der durch umfassende und praxisorientierte Tests geprüft wurde. Jede Uhr, die diese strengen Tests besteht, erhält ein individuelles Zertifikat.

De Bethune

De Bethune glänzte am SIHH mit dem DB25 World Traveller. Die 45 Millimeter große Weißgolduhr zeigt neben der aktuellen Ortszeit (Zeiger) in der gewählten Zeitzone (bewegliche Städtescheibe im Zentrum) auch die Heimatzeit an. Letzteres erledigt eine zweifarbige Kugel, die De Bethune von seinen typischen dreidimensionalen Mondphasen übernommen hat, indem sie über eine 24-Stunden-Anzeige “rollt”. In den Stunden zwischen sechs und 18 Uhr ist sie golden wie die Strahlen der Sonne, nach einer Drehung um 18 Uhr dunkelblau wie der Nachthimmel. Die trickreiche Anzeige der Heimatzeit wird ebenso wie die Zeiger für die Ortszeit über die Krone eingestellt, während sich die Städtescheibe über einen Drücker in der Gehäuseflanke bei acht Uhr weiterschalten lässt. Das Datum, das ein kurzer Zeiger am Zifferblattrand darstellt, bedarf der Korrektur über einen weiteren Drücker bei zehn Uhr. Aus gestalterischen Gründen beschränkt sich De Bethune auf 15 ganzstündige Zeitzonen. Die Funktionen treibt das Handaufzugskaliber DB2547 an – und zwar nach Vollaufzug ganze fünf Tage lang. Es ist bereits das 25. Manufakturwerk der Schweizer Marke. Patente schützen die neue Titanunruh mit Weißgoldeinsätzen, die Spiralfeder mit selbst entwickelter Endkurve, das spezielle Ankerrad aus Silizium und die dreifache Stoßsicherung. Für 150.000 Schweizer Franken zuzüglich Steuern geht der weltgewandte Technologieträger mit seinem neuen Besitzer auf Reisen.

Während De Bethune auf dem Höhepunkt vor zwei Jahren noch 400 Uhren pro Jahr herstellte, werden für 2016 in der regulären Serie noch rund 150 Stück angepeilt. In Anbetracht des ungünstigen Branchenumfeldes sah man sich dazu genötigt, das Sortiment zu straffen. Die für die oberste Preisklasse zu «gewöhnlichen» Drei-Zeiger-Uhren mit Preisen um 30 000 Fr. werden nicht mehr weiter produziert; stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die Modelle, mit denen man sich stärker von der Konkurrenz abhebt und die zwischen 80 000 Fr. bis 500 000 Fr. kosten, sowie auf Einzelanfertigungen. Laut der neuen geschäftsführenden Direktorin, Estelle Tonelli, ist die Lage heute noch schwieriger als im Krisenjahr 2009. Damals habe sich die Uhrenbranche immerhin auf die anziehende Nachfrage Chinas abstützen können. Besonders zu schaffen macht kleinen neuen Marken wie De Bethune die Zurückhaltung der Händler. Da diese auf massenhaft unverkaufter Ware sitzen, sind sie kaum gewillt oder in der Lage, neue Bestellungen aufzugeben. Grössere Wettbewerber können dieses Problem abmildern, indem sie den Detaillisten die Uhren teilweise in Konsignation geben, so dass diese erst beim abgeschlossenen Verkauf an den Endkunden zahlen müssen. Kleine Marken haben diese Möglichkeit nicht.

HYT

Man erinnere sich, die Bieler Uhrenmanufaktur HYT hat die gegensätzlichen Welten von Wasser und Mechanik 2012 zusammengebracht: In der weltweit ersten hydromechanischen Uhr werden die Stunden durch eine farbige Flüssigkeit angezeigt. Die H2 ist das zweite Modell von HYT mit einer flüssigen Zeitanzeige. Mit der Lancierung der H2 Tradition will man klassisch-modern und retro-futuristisch verschmelzen. Sie ist die erste HYT mit fein lackierten Zifferblättern und gebläuten Zeigern. Doch unter ihrem edlen Kleid steht die H2 Tradition mit beiden Beinen im 21. Jahrhundert. Dank des Röhrchens, im dem das blaue Fluid im Laufe der Stunde vorwärtsgleitet, behält sie ihr hydromechanisches Aussehen. Diesen Fluss ermöglichen zwei links und rechts von 6 Uhr angebrachte Faltbälge, die 2013 für die allererste H2 entwickelt wurden. Der traditionelle Aspekt kommt in der diamantglänzend guillochierten Werksplatte, der Krone in Spitzbogenform und den gebläuten Zeigern zum Ausdruck. HYT wollte das neue Modell klassisch, gut ablesbar und möglichst schlicht halten. So befindet sich beispielsweise die neue Unruh wieder in der Mitte, um ihren Platz dem Zifferblatt für die Minuten zu überlassen. Eine vollständige Überarbeitung des Uhrwerks von APRP wurde erforderlich, das Gehäuse musste dementsprechend überarbeitet werden, der Kronenschutz wurde eliminiert , um mehr Einklang mit der traditionellen Uhrmacherkunst zu schaffen.

Im Gespräch mit dem Bieler Unternehmen HYT CEO Vincent Perriard heisst es denn auch, dass man das Risiko nicht tragen kann, dass der Händler die Uhr nicht weiterverkaufen kann. Die HYT Uhren bewegen sich auch im fünfstelligen Bereich. Die Marke blickt 2015 auf ein beachtliches Wachstum von 11% zurück und konnte trotz der Frankenstärke die Durchschnittspreise dank exklusiveren Modellen verdoppeln. Entsprechend zuversichtlich blicken Hauptaktionär Patrick Berdoz und CEO Vincent Perriard in die Zukunft. Die Marke, deren hydro-mechanische Uhren laut eigenen Angaben vor allem bei Freaks, die Innovationen lieben, auf Interesse stossen, glaubt an Wachstumsraten von 20%.

Laurent Ferrier

Nach nur fünfjährigem Firmenbestehen stellte der Uhrmachermeister dieses Jahr sein drittes eigenes Kaliber vor – das Automatikwerk FBN 229.01 mit Mikrorotor und Siliziumspirale. Dadurch tickt der Drei-Zeiger-Purist nonstop 72 Stunden lang. Das Zifferblatt ist satiniert und mit Stundenmarkern aus purem Weißgold bestückt, woraus auch die Zeiger bestehen. Das kissenförmige Gehäuse ist aus Edelstahl gefertigt und misst 41 Millimeter im Durchmesser. Im November wurde die blaue Dress Watch mit dem Grand Prix D’Horlogerie ausgezeichnet. Sie kostet ab etwa 35.000 Euro.

Die Galet Traveller wurde 2013 von Laurent Ferrier lanciert. 2016 erhält die Galet Traveller Kollektion Zuwachs mit einem neuen dreidimensionales Modell: der Galet Traveller Globe Night Blue mit einem neuen speziell für dieses Modell designten Zifferblatt. Im Zentrum dieses Zifferblatt befindet sich eine konvexe planisphäre Darstellung der fünf Kontinente in 18 Karat Weißgold, umgeben von den Ozeanen, der mit blauen Emaille dargestellt wird. Die dreidimensionale Wirkung wird durch verschiedene ästhetische Details verstärkt. Die lokale Zeit ist bei 3 Uhr ablesbar, die Referenz Zeit (home time) wird bei 9 Uhr gut sichtbar abgelesen. Auf der 24 Stunden Anzeige aus der Mitte ist die Unterscheidung von Tag und Nacht sichtbar. Im 18-Karat Weissgold Gehäuse mit einem Durchmesser von 41 mm tickt das Automatikkaliber LF230.01 mit einer Gangreserve von 80 Stunden. Getragen wird die Galet Traveller Globe Night Blue an einem handgenähten blauen Alligator-Band mit Alcantara gefüttert und einer Doppelfaltschliesse aus 18 Karat Weissgold.

Geschäftsführerin Vanessa Monestel spricht mit Blick auf das laufende Jahr von grosser Unsicherheit. Immerhin erhofft sich Monestel dank der prestigeträchtigen Aufnahme am SIHH eine Verbreiterung der Marke, die gerade einmal 100 Stück per Jahr herstellt. Monestel ist die dritte Geschäftsführerin seit fünf Jahren bei Laurent Ferrier.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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