Sonntag , 19. November 2017
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Harry Winston Opus Line: Auf die glücklose 13 folgt die 14

Die Opus 13 ist noch nicht einmal ausgeliefert respektive die Produktion nicht sichergestellt und Harry Winston kommuniziert bereits über die Opus 14. Und wer lässt sich wieder nach Baden-Baden zur Präsentation einladen, zuvorderst die deutsche Uhren-Journaille sowie sämtliche Mitglieder des umstrittenen Uhrensyndikats WWMG.

Die Opus 13 brachte dem Uhrendesigner und  Uhrenkonstrukteur Ludovic Ballouard bisher kein Glück. Er erhielt von Harry Winston, – Frederic de Narp hatte die damals „mittellose“ Braut noch für die gierigen Swatch Group aufgehübscht, – den Auftrag für 150 Uhren, nachdem die Swatch Group Harry Winston übernahm, will sich die Familie Hayek, Nayla mit Sohn Marc Alexander,  nicht mehr an den Vertrag mit Ludovic Ballouard erinnert. Ludovic Ballouard hat 5 funktionierende Uhren geliefert, den Rest kann er schlichtweg vergessen, denn die Familie Hayek meint, die Uhren funktionieren nicht richtig. Die Opus 13 wurde nun zum Gegenstand von Rechtsanwälten und endet im Spektakel.

Opus 14

Diese Woche hat Harry Winston – wie eingangs erwähnt – in Baden-Baden das neueste Mitglied seiner Opus-Linie vorgestellt: Die Opus 14. Optisch inspiriert ist dieser Zeitmesser von der Jukebox und generell dem Amerika der 50er Jahre. Das Telos Watch Team Frank Orny und Johnny Girardin haben dieses mechanische Wunderwerk entwickelt. Das Gehäuse ist aus Weißgold und misst 54,7 Millimeter im Durchmesser und 21,9 Millimeter in der Höhe. Es gibt nicht ein Zifferblatt sondern mehrere Ziffer- und Hilfszifferblätter. Das oberste der gestapelten Zifferblätter auf acht Uhr zeigt die Stunde an, auf vier Uhr werden die Minuten angezeigt – beides in der gewählten Heimatzeit.

Das große Gehäuse bietet Platz für eine Mini-Jukebox-Funktion, welche bereits Harry Winston bereits patentieren ließ. Wenn der „select“ Knopf auf 9 Uhr gedrückt wird, wird die Scheibe ausgewählt – die lokale Zeit, GMT-Zeit, Datum oder Harry Winston Stern (eine Hommage an den Hollywood Walk of Fame). Im Anschluss muss der Drücker auf vier Uhr betätigt werden, und die ausgewählte Scheibe erscheint aus dem Stapel, wird von einem beweglichen Arm aufgegriffen und an ihren Platz auf zwei Uhr befördert. Mit einer weiteren Betätigung des Drückers verschwindet die Scheibe wieder im Stapel.

Die Optik und die Mechanik erinnern ganz klar an eine amerikanische Jukebox und dass das Uhrwerk genug Energie hat, um 5 Stunden lang die Scheiben-Wechsel-Funktion zu bedienen, wird gut so sein, denn so reibungslos wie diese Komplikation funktioniert ist es einfach magisch, ihr bei der Arbeit zuzusehen – wieder und wieder und wieder.

Angetrieben wird diese Uhr vom Kaliber HW 4601, einem mechanischen Handaufzugkaliber. Als Basis diente das Blancpain Kaliber 1330 mit drei Federhäusern und 8 Tage Gangreserve. Außer den wirklich beachtlichen Komplikationen stellt dieses Werk mit 1066 Einzelteilen auch eine Gangreserve von 68 Stunden zur Verfügung. Zwei Federhäuser und eine Unruh aus Silikon stellen sicher, dass alles reibungslos läuft.

Diese erstaunliche Uhr besteht aus 1.066 Einzelteilen und 124 Juwelen und ist limitiert auf 50 Stück. Verkauft wird sie für CHF 428.000,00.

Um zu verstehen, wie die Uhr funktioniert, ist das Video von Harry Winston hilfreich:

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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