Samstag , 17. November 2018
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Jérôme Lambert ist alleiniger Richemont Chef, jedoch nur auf dem Papier

Nachdem der frühere Konzernchef Richard Lepeu im März 2017 das Unternehmen verließ, verzichtete der Konzern vorerst auf die Ernennung eines neuen Chefs und teilte die Führung auf mehrere Personen auf.

Die neue gutausshende hochintelligente Richemont Verwaltungsrätin Keyu Jin (Foto Herbert Zimmermann) kontrolliert Jérôme Lambert’s Konzern- und Marken Strategie, seine Bezüge, seinen Lohn, – tanzt er nicht nach seiner Pfeife, wird er gefeuert – darüber wird er keine Freude haben.

Nun ist es offiziell, Jérôme Lambert ist alleiniger Chef des Richemont Konzerns. Lambert trug bisher als Chief Operating Officer die Verantwortung für das operative Geschäft aller Richemont-Marken, außer Cartier und Van Cleef & Arpels. Zu den Richemont-Uhrenmarken gehören unter anderem A. Lange & Söhne, IWC, Jaeger-LeCoultre, Panerai und Vacheron Constantin. Zuvor war der 49-jährige Top-Manager jeweils CEO von Montblanc, Jaeger-LeCoultre und A. Lange & Söhne.

Mit was Jérôme Lambert jedoch nicht gerechnet hat, man schaut ihm genau auf die Finger. Die neue gut aussehnde hochintelligente Richemont Verwaltungsrätin Keyu Jin kontrolliert Jérôme Lambert’s Konzern- und Marken Strategie, seine Bezüge, seinen Lohn, – tanzt er nicht nach ihrer Pfeife, wird er gefeuert – darüber wird er keine Freude haben.

Johann Rupert (l) mit Sohn Anton Rupert Jr (r) an der 150-jährigen Jubiläumsveranstaltung der IWC in Genf. Anton Rupert Jr sammelt Erfahrungen bei Roger Dubuis, der Marke, die zur Zeit keinen adäquaten CEO hat. (Photo by David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for IWC)

Mit der Ernennung gab Richemont auch die Geschäftszahlen für die ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahres bekannt. Dank der starken Nachfrage nach edlen Uhren und Schmuck in Europa, Asien und Amerika, verzeichnete der Konzern ein Umsatzplus von währungsbereinigt 25 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Ein Großteil des Umsatzplus ging allerdings auf die Konsolidierung der Internet-Handelstöchter Yoox-Net-A-Porter und Watchfinder zurück. Akquisitionsbereinigt belief sich das Plus auf zehn Prozent. Der Schmuckbereich legte beim Umsatz um 14 Prozent zu, der Uhrenbereich um vier Prozent.

Verwaltungspräsident Johann Rupert gab sich zuversichtlich über die weitere Entwicklung. Die Verkäufe an den Einzelhandel hätten angezogen, dies sollte zu einer Erholung im Großhandel führen. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Gemäss Börse legte die Aktie in einem freundlichen Markt um 1,5 Prozent auf 83,36 Schweizer Franken zu.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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