Donnerstag , 29. Juni 2017
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Maurice Lacroix startet Quarz Offensive aus Verzweiflung

Maurice Lacroix dreht die Uhren zurück

Stephane Waser
Stéphane Waser, Maurice Lacroix CEO

Die angeschlagene Schweizer Uhrenmarke verfällt ins Steinzeitalter und will eine Quarz Offensive starten, um so aus den roten Zahlen zu kommen. Wiederum eine Fehlentscheidung des momentanen Maurice Lacroix CEO’s  Stéphane Waser und seines Einflüsterers Gere Gretz einem völlig unfähigen PR Berater, der mehr Uhrenmandate verliert als gewinnt.

Die Schweizer Uhrenmarke Maurice Lacroix wird gebeutelt, das Unternehmen steht zum Verkauf, keiner will jedoch die angeschlagene Marke, nicht einmal die Chinesen, nun wurstelt CEO Stéphane Waser selbst und versucht es mit Quarz zu richten. Gemäss anerkannten Fachleuten aus der Uhrenbranche wird dies das Unternehmen respektive die Marke weiter destabilisieren.

Die Achterbahn-Fahrt von Maurice Lacroix nimmt kein Ende. Auch Waser’s Vorgänger Marc Gläser, der heute bei Stöckli als CEO ist und sich sofort TAG Heuer ins Boot holte, feiert seinen Einstand mit einer Fehlentscheidung. Auch Marc Gläser  wollte den Quarz Anteil bei Maurice Lacroix erhöhen, die beiden anderen Vorgänger vor Gläser, Martin Bachmann und Philippe Merck hatten sich stark gemacht für eine Erhöhung der mechanischen Uhren und hatten das Quarz Sortiment bei Maurice Lacroix auf ein Minimum reduziert.

Gere Gretz, Inhaber von Gretz Com einer PR-Agentur
Gere Gretz, Inhaber von Gretz Com einer PR-Agentur

Seit 2008 hält der Schweizer Handelsriese DKSH in Zürich die Vertriebsrechte von Maurice Lacroix in Asien und übernahm 2011 die Mehrheit der Jurassischen Uhrenmarke. Gründe für den Verkauf seien die kontinuierlich schwächere Nachfrage im Luxusgütergeschäft in Asien (insbesondere in China, Hongkong und Thailand), die anhaltende Branchenkonsolidierung, der starke Schweizer Franken und gravierende Management-Fehler in den letzten Jahren. Nach Jahren mit überdurchschnittlicher Profitabilität führten diese Effekte im ersten Semester 2015 im Luxusgütergeschäft zu einem Verlust von 10 Millionen Franken.

Im Rahmen des QP Salons in London sprach Stéphane Waser über seine zukünftigen Pläne mit der Marke Maurice Lacroix. Er steht extrem unter Druck, denn das Unternehmen steht wie eingangs erwähnt zum Verkauf. Bei einer möglichen Übernahme wird als erstes Waser’s Kopf rollen, der Berner PR-Berater Gere Gretz hat damit schon wieder ein Uhren-PR-Mandat verloren.

„Früher wurden Quarz Uhren ausschliesslich für Frauen angeboten, jetzt sei die Zeit reif, Quarzuhren auch in die Männer Kollektion aufzunehmen“, meint Waser.

Der jetzige Maurice Lacroix CEO Stéphane Waser ist der Ansicht, dass sich die Quarz Uhren bei den Männern insbesondere im Preislevel von 500 – 2‘250 Schweizer Franken emanzipiert haben. Aktuelle Veränderungen in den Verbraucher Gewohnheiten haben zu einer hohen Akzeptanz der Quarzuhren geführt, worüber Luxusmarken fälschlicherweise die Nase rümpfen.

„Wir hatten in den 70er und 80er Jahren einen Anteil von etwa 85% an Quarzuhren im Angebot, dies wollen wir in Zukunft wieder erreichen“, meint Waser.  „Es gibt Millionen von Menschen, die eine anständige Schweizer Uhr mit Quarz Werk wollen.“

Ein weiterer großer Vorteil der wachsenden Maurice Lacroix Quarz Kollektion, ist die Tatsache, dass zwei der zur Zeit schwierigsten Märkte für Luxusuhrenmarken, China und Hong Kong, gezeigt haben, dass der Quarzanteil gemessen am Gesamtexport ständig steigt. Hier sieht Waser ein noch ungeahntes brachliegendes Wachstumsportential und will dies nutzen.

Der Achterbahn-Kurs von Maurice Lacroix wird fortgesetzt.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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