Sonntag , 19. November 2017
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Nur 3,2 Millimeter hoch ist das neue NOMOS-Automatikkaliber DUW 3001 – entsprechend schlank ticken auch die Modelle der neomatik 1st edition: Minimatik champagner und Metro neomatik. Kaum im Markt, sind die Uhren so gut wie ausverkauft.

NOMOS Glashütte wächst stark

Erst mit eigenem Assortiment das Monopol der Schweiz gebrochen, jetzt das neue großserienfähige Automatikkaliber erfolgreich im Markt eingeführt: Die Glashütter Manufaktur freut sich über Wachstum – und die Belegschaft über satte Prämien

Einmal mehr ist das zurückliegende Jahr das beste in der Geschichte von NOMOS Glashütte: Die Nachfrage nach mechanischen Uhren der Glashütter Manufaktur wächst stetig. Um gut 30 Prozent legt NOMOS Glashütte 2015 zu – in einer Branche, die unter starkem Franken, schwachem Rubel, unter nachlassendem Wachstum in China und Smartwatches leidet. „Wir könnten mehr Uhren verkaufen als bauen“, so beschreibt NOMOS-CEO Uwe Ahrendt sein Luxusproblem. Kein ganz neues: Bereits zuvor verdoppelte sich die Marke innerhalb dreier Jahre.

Nachdem im Vorjahr das NOMOS-Swing-System (das hauseigene Assortiment) und Modell Metro für ein dickes Plus sorgten, hat die Manufaktur 2015 gleich eine ganze Automatikklasse erfolgreich eingeführt: die äußerst flachen Selbstaufzüge der Serie neomatik mit dem zehnten hauseigenen Kaliber, DUW 3001. Kaum im Markt, sind die 3001 Exemplare der 1st edition bereits vergriffen.

Das Unternehmen, hierzulande größter Hersteller mechanischer Uhren, verzeichnet auch international eine steigende Nachfrage. In über 40 Länder weltweit exportiert NOMOS Glashütte und baut derzeit vor allem das Amerika-Geschäft stark aus – mit kletternden Zahlen und einem rasant wachsenden Händlernetz. Es bleibt also bis auf Weiteres dabei: dass sich NOMOS Glashütte alle drei Jahre verdoppelt – mehr geht wohl kaum. CEO Uwe Ahrendt: „Schneller darf eine Manufaktur, in der beste Handarbeit und Qualität oberstes Ziel sind, gar nicht wachsen.“

Zulagen gibt es zur Feier des Jahres auch für die Belegschaft: Für den Erfolg des neuen Kalibers DUW 3001 erhalten die rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Manufaktur jetzt eine Prämie von 3001 Euro.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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