Freitag , 19. April 2019
Home / Uhren / Der Name „Omega“ wird 125 Jahre jung

Der Name „Omega“ wird 125 Jahre jung

Eine besondere Hommage an die Geschichte und die Präsentation zweier Neukreationen.

Mit der Erfindung des revolutionären 19-Linien-Kalibers «OMEGA» im Jahr 1894 wurde einer der berühmtesten Namen der Uhrenindustrie geboren. 125 Jahre später feierte das Unternehmen das Jubiläum mit einem eher privaten Festakt in seinem Haus in Biel, Schweiz.

Noch bevor das Unternehmen OMEGA hiess, eröffnete 1848 der junge Uhrmacher Louis Brandt dessen erste Werkstatt. Fast 50 Jahre später, 1894, erfanden seine beiden Söhne Louis-Paul und César ein neues Uhrwerk, das die Branche für immer verändern sollte. Mit ihrem innovativen 19-Linien-Kaliber führten sie nicht nur wegweisende neue Mechanismen ein, sondern auch Produktionslinien im industriellen Massstab.

Das neue Kaliber war so fortschrittlich, dass die Brüder ihm den Namen «Omega» gaben. Wie der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets symbolisierte es höchste Vollendung und das «letzte Wort» in Sachen Uhrmacherei. In der Folge wurde 1903 das ganze Unternehmen in «OMEGA» umbenannt.

OMEGA gewährte den Gästen auch einen ersten Blick auf zwei neue Uhrmacherkreationen. Die De Ville Trésor 125th Anniversary Edition wurde aus 18-karätigem Gelbgold gefertigt und präsentiert sich mit einem bordeauxroten Lederarmband und einem roten Emailzifferblatt.

Die zweite Kreation, die bei der Veranstaltung gezeigt wurde, ist die Wiedergeburt des traditionsreichen 19-Linien-Kalibers. OMEGA hat eine Reihe von originalen Uhrwerkskomponenten wie Brücken, Hauptplatinen, Hemmungen und bimetallische Spiralfedern aus seinen Tresoren geholt. Diese werden nun von den Uhrmachern in OMEGAs «Atelier Tourbillon» verwendet, um 19 Uhrwerke nachzubauen.

Bei diesem Projekt geht es jedoch auch um Weiterentwicklungen des 21. Jahrhunderts, weshalb die 19-Linien-Kaliber mit bedeutenden Aktualisierungen und Innovationen ausgestattet werden – zum Beispiel mit einem Schweizer Zeigerstellsystem.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.