Dienstag , 25. April 2017
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Papier macht schlapp, der Inseratekrieg tobt

Preisdumping im Print heisst die Strategie, der Imageschaden ist jedoch irreparabel.

Wir erhalten laufend Rückmeldungen aus der Uhrenindustrie, dass die Printmedien ihre Inserate seit einem Jahr – seit die Uhrenindustrie stottert  – verschleudern, ein Beispiel für viele – ein Jahresabschluss eines Schweizer Springerblatts, das 12 Seiten US4 (1 US4 kostet regulär 20 000 Schweizer Franken) für 10‘000 Schweizer Franken anbietet, inklusive online Aktivitäten etc.. Daran verdient niemand mehr, es reicht nicht zum Überleben und zum Sterben ist es zuviel. Dieser bekannte Wirtschafts-Titel überlebt nur weil er im Springer Verlag quersubventioniert wird.

Die US4 der Le Temps wird zum Beispiel für 5 000 Schweizer (regulärer Preis 25 000 Schweizer Franken) angeboten. Mediaagenturen werden gänzlich ausgeschaltet, um dem Preis noch mehr zu drücken.

GQ aus dem Conde Nast Verlag – ein Magazin das ich bisher geschätzt habe macht auch mit in diesem Trend und bietet der Uhrenindustrie die 1/1 Seite für 1 500 Euro (reguläre Preis für eine 1/1 Seite 21 900 Euro) an.

Und alle jammern, dass Print verliert, obwohl alle mit Preisdumping Print inflationieren.

 

Fortsetzung folgt!

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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