Montag , 19. November 2018
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Patrick Liotard-Vogt macht Reiche arm

Sein euphorisch an die Börse gebrachte Reichen-Netzwerk «A Small World» schröpft die Anleger. Hat sich Patrick Liotard-Vogt mit der Lancierung verspekuliert. Dies wäre nicht das erste Mal für den flamboyante Jungunternehmer.

Viel bekommen Anleger zurzeit für ihre Aktien von «A Small World» nicht mehr. Seit April haben die Titel fast 20 Franken eingebüsst. Dem «schwerreichen» Unternehmer Patrick Liotard-Vogt dürfte das Strahlen mittlerweile vergangen sein.

Das Bling-Bling Power Couple: Sandra Bauknecht, Bloggerin (sandrascloset.com) mit ihrer neuen Eroberung, Patrick Liotard-Vogt, Ihrem heutigen Ehemann

Die Welt des exklusiven Netzwerks A Small World (ASW) von Patrick Liotard-Vogt (34), ein Erbe des früheren Nestlé-CEO, ist strahlend schön. Das zeigen zumindest Partybilder auf Facebook, Twitter und Instagram. Nichts zu strahlen haben derzeit aber die Anleger.

Am Freitag ging es wieder kräftig bergab mit dem Titel. Im Verlauf des Tages stand ASWN – so das Aktiensymbol des sogenannten Facebook für Reiche – fast sechs Prozent im Minus, bevor sich der Kurs wieder leicht erholte. Zeitweise gab es für den Titel aber nur noch 2.92 Franken.

Damit verstärkt sich der Negativtrend. Denn wie die Medien Anfang Juli berichtete, läuft es für die ASW-Aktie schon seit Börsenstart im März wenig rund. Vom Höchstpreis von 22.45 Franken Ende April müssen Anleger inzwischen fast 20 Franken als Verlust abbuchen.

Auch der CEO ist nicht zufrieden

Der Finanzblog «Inside Paradeplatz» sieht das sogenannte Facebook für Reiche schon als Pennystock – die Aktie also weniger als einen Franken wert ist. Viel fehlt nicht mehr dazu. Eine aktuelle Umfrage zu den Börsenneulingen 2018 des Portals «Cash» zeigt ebenfalls, dass das Vertrauen in den Titel klein ist. Nur vier Prozent der Abstimmenden könnten sich ein Investment in ASW vorstellen.

«Wir können natürlich mit der Kursentwicklung der letzten Wochen nicht zufrieden sein», sagt CEO Jan Luescher (37) gegenüber BLICK. Diese Preisentwicklung komme für sie überraschend, da sich die Geschäftsentwicklung eigentlich positiv darstelle. Allerdings will Luescher das nicht ausführen und vertröstet auf Mitte September und das Halbjahresupdate.

Aber: «In den letzten Tagen hatten wir einige Anfragen von institutionellen Anlegern, die starkes Interesse gezeigt haben und auch angefangen haben, ihre Positionen auszubauen. In Folge ist der Kurs auch von drei Franken in der letzten Woche, um 40 Prozent auf 4.20 Franken angestiegen», so Luescher. Das stimme ihn zuversichtlich, dass die Aktie den Tiefpunkt hinter sich habe.

Dringend gute Nachrichten gefragt

Weiter auf Kurs seien sie beim angestrebten Kauf einer Firma im Luxusreisebereich. «Wir stehen kurz vor Ende des Due-Diligence-Prozesses», so Luescher. Gleichzeitig würden sie auch diverse Optionen für die Finanzierung prüfen. Ein Grossteil sei gesichert – dank einer Kapitalerhöhung im Mai. Noch bis November 2018 bleibe Zeit für die Übernahme.

Liotard-Vogt hatte vor rund zehn Jahren dem ehemaligen US-Filmproduzenten Harvey Weinstein, besser bekannt durch die hundertfachen sexuellen Übergriffe, das Reichen-Network „A Small World“ abgekauft

Für den Markt kann eine positive Meldung nicht früh genug kommen. Denn Anleger scheinen immer weniger an die strahlende Zukunft von ASW zu glauben, das Liotard-Vogt vor rund zehn Jahren dem US-Filmproduzenten Harvey Weinstein, gegen den die New Yorker Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen sexuellen Übergriffen in hunderten von Fällen eingeleitet hatte, abgekauft hat.

Man darf also gespannt sein, wie es in den nächsten Tagen weitergeht mit der Reichen-Aktie.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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