Donnerstag , 29. Juni 2017
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Geschenks-Tipp: Uhren kaufen anstatt Kerzen anzünden oder beides ….

Eine Anregung für diejenigen unter Ihnen, die nie wissen, was schenken. Anstatt einen banalen und vergänglichen Adventskranz verschenken Sie an Ihre Liebsten an jedem Advent eine Uhr für eine Million Euro. So bleiben Sie ein Leben lang in Erinnerung. Dies ist zugleich auch eine Anlage mit werterhaltender und wertvermehrender Tendenz. Schenken Sie pure Mechanik ohne Bling-Bling. Diese aussergewöhnlichen Armbanduhren sind besonders kompliziert und zeugen von höchster uhrmacherischer Handwerkskunst.

A. Lange & Söhne, Grand Complication
A. Lange & Söhne, Grand Complication

1. Advent: A. Lange & Söhne Grand Complication

2013 stellte die Glashütter Luxusmanufaktur A. Lange & Söhne ihre komplizierteste Armbanduhr namens Grand Complication vor. Die sechs Exemplare kosten jeweils 1.920.000 Euro (Preisstand: August 2015). Für diesen Preis haben sie auch eingies zu bieten: Die Schlagwerkfunktion bietet die Wahl zwischen Petite Sonnerie (automatischer Stundenschlag), Grande Sonnerie (automatischer Stunden- und Viertelstundenschlag) und Minutenrepetition (Stunden-, Viertelstunden- und Minutenschlag auf Abruf). Ein Schieber am unteren Gehäuserand ermöglicht einen Wechsel zwischen großem und kleinen Geläut. Der obere Schieber entscheidet zwischen „Schlagen“ oder „Ruhe“. Ein weiteres Ausstattungsmerkmal der Luxusuhr ist ein ewiger Kalender mit der Anzeige von Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahreszyklus und Mondphase. Den Begriff „große Komplikation“ vervollständigt der Chronograph, der in diesem Fall die Sekunden aus der Mitte und die Minuten bei zwölf Uhr zählt. Doch das reicht der sächsischen Marke noch nicht: Die Chronographenfunktion wurde zum einen um einen Schleppzeigermechanismus zum Erfassen von Zwischenzeiten erweitert und zum anderen zeigt eine blitzende Sekunde bei sechs Uhr die gestoppten Sekundenbruchteile in Fünftelschritten an. 876 Einzelteile setzten sich zum komplizierten Manufakturkaliber L1902 mit Handaufzug zusammen. Ihre Montage und Justierung ist so aufwendig, dass nur eine Uhr pro Jahr gefertigt werden kann. So viel Technik braucht allerdings Platz: Das Werk bringt A. Lange & Söhne in einem 50 Millimeter großen und 20,3 Millimeter hohen Rotgoldgehäuse unter.

2. Advent: Jaeger-LeCoultre Duomètre à Grande Sonnerie

Jaeger LeCoultre, Hybris Artistica Duometre a Grande Sonnerie
Jaeger LeCoultre, Hybris Artistica Duometre a Grande Sonnerie

2014 lancierte Jaeger-LeCoultre die 12-teilige Hybris-Artistica-Kollektion. Eines der zwölf edlen Stücke ist das Modell Duomètre à Grande Sonnerie. Das Manufakturkaliber 182 mit Handaufzug besteht aus über 1.400 Teilen und zeichnet neben der Zeitanzeige auch für den Westminsterschlag, die Grande Sonnerie, die Petite Sonnerie, die Minutenrepetition, den ewigen Kalender mit Schaltjahresanzeige und das Tourbillon verantwortlich. Geschützt wird das Werk von einem 44 Millimeter großen Weißgoldgehäuse und einem Zifferblatt aus Bergkristall. Das Einzelstück kostet 1,3 Millionen Euro (Preisstand: August 2015).

Richard Mille, RM56-02
Richard Mille, RM56-02

3. Advent: Richard Mille Tourbillon RM 56-02 Sapphire

430 Arbeitsstunden benötigt Richard Mille allein für das Vorformen des Gehäuses, das komplett aus Saphirglas besteht. Für das Polieren der Uhrenschale bedarf es weitere 350 Arbeitsstunden. Dann erst ist das 50,5 mal 42,7 Millimeter messende Saphirglasgehäuse des Modells RM 56-02 fertig. Dank der Materialtransparenz ist das hauseigene Handaufzugskaliber RM 56-02 von allen Seiten zu bewundern. Gehalten wird das Werk von dünnen Drahtseilen. Ob diese noch straff genug gespannt sind, erfährt der Träger über eine Anzeige bei zwölf Uhr. Das Tourbillon befindet sich auf der 6-Uhr-Position. Lediglich zehnmal fertigt Richard Mille das 1.735.500 Euro teure Modell (Preisstand: August 2015).

4. Advent – Weihnachten: Roger Dubuis Excalibur Quatuor in Silizium

Roger Dubuis, Excalibur Quatuor Silicium
Roger Dubuis, Excalibur Quatuor Silicium

Für 1.044.000 Euro (Preisstand: August 2015) präsentiert Roger Dubuis das Modell Excalibur Quatuor. In dem 48 Millimeter großen Siliziumgehäuse findet das hauseigene Handaufzugswerk RD101 Platz. Es besteht aus 590 Teilen und ist mit fünf Differenzialen sowie vier Unruhen ausgestattet, die viermal mit einer Freuquenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde schlagen. Über die verbleibende Energie informiert eine Gangreserveanzeige bei neun Uhr. Die Stunden und Minuten werden zentral angezeigt

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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