Montag , 15. Oktober 2018
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Mit Kim-Eva Wempe im Gespräch (Getty Image)

„Qualität sieht und spürt man“

Kim-Eva Wempe über Qualität und Schmuckpremieren. Und darüber, wen sie auf der nächsten Baselworld gern treffen würde.

Was war die wichtigste Premiere Ihres Lebens?

Kim-Eva Wempe: Die Schmucklinie „Cosmora by Kim“, inspiriert von Metropolen rund um die Erde, besteht aus dreizehn fantastischen Ring-Unikaten. Ich liebe nicht nur diese Haute-Joaillerie-Meisterwerke, sondern erinnere mich auch gern an ihre Premiere 2014 in Berlin. Um die Ringe den Journalisten zu präsentieren, haben wir zwölf verschiedene Inszenierungen geschaffen und in Mitte das Kaufhaus Jandorf in eine magische Welt verwandelt.

Welches erste Mal, welche Premiere steht bei Ihnen noch aus?

Kim-Eva Wempe: Mit meinem Youngtimer die erste Rallye zu fahren. Ich weiß nur noch nicht, welche! Denn mein Fiat Spider Volumex ist noch recht jung, sodass ich zum Beispiel nicht an der Mille Miglia teilnehmen darf. Solange ich also nach einem passenden Event Ausschau halte, hat mein Cabriolet nur Ausfahrt in Hamburg.

Woran erkennen Sie Qualität?

Kim-Eva Wempe: Das sieht und spürt man an der Verarbeitung: Aus exzellentem Handwerk entsteht echte Qualität, die sich ganz besonders auch in der Liebe zum Detail offenbart.

Welche menschlichen Qualitäten schätzen Sie besonders?

Kim-Eva Wempe: Verantwortungsbewusstsein!

Was macht die Qualität einer Uhr oder eines Schmuckstücks aus?

Kim-Eva Wempe: Qualität entsteht aus dem Uhrmacherhandwerk und aus der Goldschmiedekunst im Zusammenwirken mit hochwertigen Materialien, wie zum Beispiel Gold und Platin, Diamanten oder Smaragden. Und auch die Idee, also das Design, trägt zur Qualität wesentlich bei.

Wen würden Sie gern einmal (auf der Baselworld) treffen? Und warum?

Kim-Eva Wempe: Ich würde mich gerne mit dem Designer Marc Newson unterhalten. Er hat die Apple Watch mitgestaltet und hat zuvor Varianten der faszinierenden „Atmos“ von Jaeger-LeCoultre entworfen. Denn er war wohl schon als Kind von mechanischen Uhren beeindruckt, begeisterte sich als Jugendlicher für Patek Philippe und ultraflache Uhren von Piaget. Diese Spannung zwischen Moderne und Mechanik interessiert mich: Was hat ihn bei der Apple Watch inspiriert? Hat ihn hier auch das traditionelle Uhrmacherhandwerk beeinflusst? Das sind Fragen, die ich gerne mit ihm diskutieren würde.

Wie bereiten Sie sich auf die Baselworld 2018 vor?

Kim-Eva Wempe: Sehr nüchtern: mit Statistiken und Verkaufszahlen. Bevor ich zur Baselworld fahre, muss ich wissen, was bei unseren Kunden besonders gut ankam, was in unserem Sortiment ergänzt werden sollte und welches Einkaufsvolumen wir planen. Inspirationen und Ideen suche ich meist im Vorfeld der Messe auf Reisen.

 

Kim-Eva Wempe leitet seit 2003 in vierter Generation die Geschicke des gleichnamigen traditionsreichen, international agierenden Hamburger Juwelierhauses, das 1878 gegründet wurde.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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