Montag , 21. August 2017
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Richemont-Geschäftsleitung hat 2015/16 weniger verdient

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Richard Lepeu verdient 9,7 Mio CHF im Jahr

Beim Luxusgüterkonzern Richemont hat die Geschäftsleitung im Jahr 2015/16 (per Ende März) weniger verdient als noch im Jahr davor. Insgesamt strich das dreiköpfige Senior Executive Committee mit den Co-CEOs Richard Lepeu und Bernard Fornas sowie mit CFO Gary Saage 27,9 Mio CHF ein nach 36,0 Mio im Jahr davor, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Der frühere Cartier-Chef Bernard Fornas, der bei Richemont von seinem Amt als Co-CEO per Ende März zurückgetreten ist und fortan noch als Verwaltungsrat der Gruppe amtet, verdiente 2015/16 insgesamt 9,7 Mio CHF nach zuvor 11,7 Mio. Bei Richard Lepeu, der den Konzern nun als alleiniger CEO leitet, ging das Salär auf ebenfalls 9,7 Mio von 14,3 Mio zurück und Gary Saage verdiente 8,5 Mio (VJ 9,9 Mio), wie es weiter heisst. Alle drei haben nebst tieferen Fixsalären vor allem geringere variable Kompensationen gutgeschrieben erhalten.

Im 18-köpfigen Verwaltungsrat der Richemont-Gruppe nahmen die Entschädigungen ebenfalls ab, allerdings waren im Vorjahr auch noch zwei Personen mehr Teil des Gremiums. Insgesamt bezahlte Richemont für 2015/16 einen Betrag von 9,0 Mio CHF an die Mitglieder des Verwaltungsrates aus. Im Vorjahr hatten sich die Honorare auf total 13,0 Mio belaufen.

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Der frühere Cartier-Chef Bernard Fornas verdient 9,7 Mio. CHF im Jahr

Richemont spürt den Gegenwind, welcher der Schweizer Uhrenindustrie an den internationalen Luxusgütermärkten entgegen bläst. Wie vor zwei Wochen berichtet, stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/16 in der Berichtswährung Euro zwar um 6% auf 11,1 Mrd an, in Lokalwährungen gerechnet ging dieser jedoch um 1% zurück.

Die sich abschwächende Nachfrage, steigende Kosten im Marketing oder in der Administration sowie hohe Investitionen ins eigene Filialnetz belasteten das operative Ergebnis und liessen den EBIT um beinahe einen Viertel auf 2,06 Mrd EUR zurückfallen, was einen Margenrückgang von 25,6% auf 18,6% zur Folge hatte. Allerdings prägten auch Sondereffekte das Ergebnis stark. Ohne diese hätte eine operative Marge in Höhe von 19,5% resultiert.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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