Samstag , 26. Mai 2018
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„Rückkehr zum Wachstum früher als erwartet“ oder wie sich die Uhren Branche schon wieder selbst belügt

Die Schweizer Uhrenexporte sind gut in das neue Jahr gestartet. Das Exportvolumen stieg gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 12,6% auf 1,62 Mrd CHF, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FHS in der Mitteilung vom Dienstag schreibt. Dabei profitieren die Hersteller von Uhren von der starken Entwicklung in China und einer tiefen Ausgangsbasis im Vorjahr.

Die Branche exportierte im Januar Uhren im Wert von 176,8 Mio CHF nach China. Das bedeutet ein Plus von 44% gegenüber dem Vorjahr. Und auch die Exporte in den wichtigsten Absatzmarkt Hongkong zogen um 21% auf 242,2 Mio deutlich an. Die Nachfrageentwicklung nach Asien hat sich im Vorfeld des chinesischen Neujahresfests allgemein gut entwickelt: So kletterten die Exporte in die nächst grösseren Märkte der Region wie Japan um 13% auf 89,3 Mio und Singapur um 19% auf 82,0 Mio in die Höhe.

Rückläufige Exportvolumen weist die Uhrenindustrie in den USA aus. Dort gingen die Exporte im Januar um 1,9% auf 163,1 Mio CHF zurück. Somit würden sich die US-Exporte seit über zwei Jahren rückläufig entwickeln, so die Mitteilung. Auch in europäischen Märkten wie Deutschland (-4,1%) oder Italien (-4,7%) nahm das Exportvolumen ab, während Grossbritannien eine Zunahme von 4,6% erfuhr.

up date 27.02.2018

In der monatlichen Statistik der FHS – die FHS ist der Verband der Schweizer Uhrenhersteller – sind lediglich die exportieren jedoch nicht die tatsächlich verkauften Uhren erfasst.

Zudem, momentan kursieren seit der angespannten wirtschaftlichen Krise in der Uhrenbranche die Gerüchte, dass die Swatch Group die Produkte ihrer Marken 80% unter Preis in den Märkten verscherbelt. Auch die Richemont Gruppe macht einen Ausverkauf Ihrer Produkte und auch die LVMH sowie die Kering Gruppe greift zu diesen Mitteln, um die Ergebnisse schönzuschreiben. Die Uhrenbranche hat gewaltige Überproduktionen, die auf die Jahresergebnisse der Uhrenkonzerne negativ drücken. Rückkauf ist das eine Thema, Graumarkt und Preis-Dumping das andere.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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