Montag , 26. Juni 2017
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Peter Stas, CEO Frederique Constant

Sechs Tage Baselworld – Frederique Constant, Alpina, Fortis (4)

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Frederique Constant Manufacture Perpetual Calendar

Die 1988 in Genf gegründete Frederique Constant und die 1883 gegründete Marke Alpina Union Horlogerie S.A. haben eine Nische gefunden, die eigentlich niemand in der Schweizerischen Uhrenindustrie besetzen wollten: sie bieten Uhren – preiswerten Luxus – an, obwohl sich dies ja widerspricht, denn preiswert hat nichts mit Luxus am Hut. Peter Stas von Frederique Constant und Alpina CEO Guido Benedini haben sich dieses Credo an den Hut geheftet. Erschwinglicher Luxus tönt da aus dem Mund von Peter Stas schon eleganter.  Was hatte Frederique Constant an der Baselworld 2016 zu bieten. Frédérique Constant passt sich extra flach den Handgelenken an. Die neuen Dress Watches der ‚Slimline Auto Heart Beat‘ sind mit Handaufzug aus 40 Millimeter Edelstahl für 1795 Euro oder wie abgebildet mit Roségold-Plattierung für 1995 Euro zu haben.

Die Sensation war jedoch der Frederique Constant Manufacture Perpetual Calendar. Für diesen  ewigen Kalender müssen Kunden von Frédérique Constant weitaus weniger bezahlen als Fans anderer Marken: 7.995 Euro kostet das neue Modell Slimline Manufacture Perpetual Calendar in Edelstahl – Manufakturkaliber inklusive. Damit unterbietet die Genfer Marke den vor zwei Jahren von Montblanc für relativ günstige 10.000 Euro angebotenen ewigen Kalender mit Eta-Werk und Dubois-Dépraz-Modul und bietet zudem waschechte Manufakturware.  Untergebracht ist das 191-teilige Manufaktur-Automatikkaliber FC-775 in einem 42 Millimeter großen Gehäuse mit zwei Saphirgläsern. Es wird neben der Edelstahlvariante auch ein roségoldplattiertes Gehäuse geben (8.295 Euro), das entweder mit einem silberfarbenen oder einem dunkelblauen Zifferblatt ausgestattet ist.

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Der Alpiner 4 Manufacture Flyback Chronograph Full-Black mit dem Calibre AL-760-4

Guido Benedini, Alpina CEO stellte mir seine Neuheiten vor, sichtlich ganz stolz war er auf die Alpiner 4 Manufacture Flyback Chronograph . Der anerkannte Spezialist für Fliegeruhren baut seinen Vorsprung aus und lanciert einen Flyback-Chronographen. Er nimmt die technische und sportliche Tradition der Alpina-Kollektionen auf und führt sie weiter. Die in den dreissiger Jahren für die Bedürfnisse der Piloten erfundene Flyback-Funktion ist aus Gründen der Funktionalität und der Zuverlässigkeit auch heute noch sehr gefragt. Drei Jahre Entwicklungsarbeit waren nötig für das Manufakturwerk AL-760 und den Flyback-Chronographen-Modul. Der Zeitmesser ist über die beiden Drücker denkbar einfach zu bedienen und auch im Halbdunkel einwandfrei ablesbar. Mit seinem Racinglook, seiner Formspannung und seinem Technozifferblatt erweitert der Alpiner 4 Manufacture Flyback Chronograph „Black Edition“ die Grenzen der Sportuhr. Die dunkle Seite seiner Kraft kommt effizient und zur Geltung. Und auch stilvoll.

Das Grenchner Unternehmen Fortis hat sich wie jedes Jahr im Hotel Dorint installiert. Gutgelaunt empfing mich Andreas Bentele, Sales & Marketing Director bei Fortis Uhren, der Max Wedel Ende des letzten Jahres ablöste. Bentele verfügt über Erfahrungen in einer Media-Agentur und kann diesen Fokus nicht vergessen, denn er ist in Fleisch und Blut. Auch Maximilian Spitzy, CEO Fortis, war anwesend bei der Kollektion-Vorlage. „Letztes Jahr haben wir mit der Terrestis Collection einen wichtigen und richtigen Schritt zurück zu unseren eigenen Wurzeln und frühen Pionierjahren gemacht. Diese Richtung behalten wir 2016 bei, wenngleich wir nun den Schwerpunkt auf FORTIS’ Domäne in der Raum- und Luftfahrt legen“, so Spitzy. „Es waren FORTIS’ Youngtimer der 1980er und 90er, die den Begriff funktionales Design neu definiert haben – allen voran die Flieger Classic und Official Cosmonauts Serie. Diese Designklassiker legen wir nun in überarbeiteter Form vor. Getreu unserem Markenslogan Face the New haben wir sie ins neue Jahrtausend übersetzt – und damit die nächste Generation in ihre Reifeprüfung zum nächsten Designklassiker geschickt“, so der Fortis CEO, ein Österreicher, der vorher in China als Unternehmer tätig war und den ich von dort kenne.

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Wird fortgesetzt!

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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