Mittwoch , 13. Dezember 2017
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Der Bestseller 2017: Seiko-Prospex-Diver-SLA017-1965

Seiko-Deutschland Chef Frank Deckert lüftet ein Geheimnis

TICK-TALK im Gespräch mit dem 56-jährigen Deutschland-Chef, der seit 1991 bei Seiko Deutschland, zuletzt als Senior Manager für die Bereiche Marketing und Vertrieb verantwortlich zeichnete.

Seiko-Deutschland-Chef Frank Deckert

War dieses Jahr für Seiko bisher ein gutes Jahr?

2017 war für Seiko international, aber insbesondere in Deutschland ein sehr erfolgreiches Jahr. Seiko konnte in Deutschland im zweistelligen Bereich wachsen.

Welches sind Ihre Bestseller, was verkauft sich am Besten momentan?

Unsere Bestseller im Jahr 2017 waren und sind  die SLA017, die Replik der ersten Taucheruhr von Seiko aus dem Jahr 1965, die neuen Presage Cocktail Uhren sowie die neuen Prospex Diver`s, die als Samurai unter Uhrenfreunden hohe Bekanntheit genießen.

Grand Seiko lanciert im Januar 2018 eine neue Version des erfolgreichen Schnellschwinger-Kalibers 9S86, das in einem 40 mm grossen Edelstahlgehäuse, eine Neuinterpretation des Designs von 1967, tickt. Der Preis der auf nur 700 Exemplare limitieren Grand Seiko Hi-Beat Peacock, abgeleitet vom dunkelgrünen Zifferblatts, in der Gestaltung von der Anmutung und Optik eines Radschlagenden Pfaus inspiriert, wird bei 7.000 Euro liegen.

Wie sind Sie mit dem Schweizer Markt zufrieden?

Der Schweizer Markt entwickelt sich für Seiko sehr positiv, auch wenn der Markt nicht einfach ist.

Wer ist in der Schweiz Ihr Partner?

Wir arbeiten in der Schweiz mit der Firma MoBijoux als Distributeur zusammen.

Glauben Sie das Smartwatches die klassischen Uhrenhersteller bedrohen und haben Sie eine Smartwatch in der Pipeline?

Wir sehen Smartwatches nicht als Bedrohung, sondern eher als Bereicherung. Auch unsere Branche braucht Innovationen. Seiko hat derzeit keine Pläne, kurzfristig eine Smartwatch oder Connected Watch zu präsentieren. Wir beobachten aber die Marktentwicklung sehr aufmerksam. Noch scheint unklar, in welche Richtung sich der Trend genau entwickelt und wir werden uns nicht aus reinem Aktionismus an dem Trend beteiligen. Mit Seikos Potentialen wird die Marke aber bei Notwendigkeit die richtige Antwort finden.

Was sagen Sie zur Entwicklung der Baselworld, 50 Prozent weniger Aussteller, 2 Tage weniger, 2 Hallen geschlossen?

Es ist natürlich bedauerlich, dass die Baselworld Aussteller verliert. Eine kürzere Messezeit scheint aber sinnvoll, da die letzten beiden Messetage auch in den letzten Jahren nur wenige Besucher hatten.

Werden Sie der Baselworld treu bleiben oder suchen Sie wie auch andere ehemalige Aussteller nach zeitgemässen Alternativen?

Im Moment verliert die Messe vor allem Konzept- und Modemarken. Das heißt, das Markenumfeld für Seiko bleibt unverändert. Insofern passt für uns weiterhin das Messekonzept und es besteht keine Notwendigkeit eine Teilnahme an der Baselworld in Frage zu stellen.

 

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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