Freitag , 18. August 2017
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Smartwatch Huawei W1

Smartwatches entdecken professionelles Design

Nerdige Smartwatches? Das war einmal. Viele neue Modelle haben die Anmutung klassischer, runder Armbanduhren, denn gutes Design ist inzwischen Pflicht.

Für viele Nutzer sind sie nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern persönliche Begleiter und oft auch noch Prestigeobjekte. Auf der IFA Internationale Funkausstellung in Berlin (Publikumstage: 4. bis 9. September) wetteifern die Hersteller von Smartwatches um Produkte, die im Design oder bei den Funktionen einzigartig sind.

Smartwatch Huawei W1
Smartwatch Huawei W1

Die Kratzfeste

Der chinesische Elektronikhersteller Huawei hat seine erste Smartwatch mit der Modellkennung W1 vorgestellt. Die Huawei W1 erinnert optisch an klassische Highend-Watches. Die mit Android Wear betriebene Uhr bietet Bluetooth-Anbindung für drahtlose Kopfhörer und erlaubt auch die Offline-Musikwiedergabe. Die Musikwiedergabe lässt sich laut Hersteller per Sprachbefehl starten, ebenso kann auch die Suche nach Reisezielen initialisiert werden. Dazu verfügt die Smartwatch über ein 35-Millimeter-AMOLED-Display aus kratzfestem Saphirglas, das 400×400 Bildpunkte bei 386 ppi darstellt. Die W1 Watch verfügt ferner über einen Herzfrequenzmesser, einen 6-achsigen Bewegungssensor mit Kreiselkompass und Beschleunigungsmesser. Huawei bietet die Smartwatch mit Edelstahl-Armbändern in Rosengold oder schwarzem Edelstahl sowie mit braunen oder schwarzen Lederarmbändern an. In der Schweiz ist die W1 ab dem 24. September erhältlich. Der Einstiegspreis der Android-Wear-Smartwatch liegt bei 399 Euro. Je nach Gehäusefarbe (silber, schwarz oder gold) und der Armbandvariante aus Leder oder Edelstahl-Mesh reicht die Preisspanne bis 799 Euro. Nutzer können die Armbänder mit Hilfe eines Schnellverschlusses aber auch selbst lösen und durch im Handel erhältliche Armbänder ersetzen. Nutzer können die Armbänder mit Hilfe eines Schnellverschlusses aber auch selbst lösen und durch im Handel erhältliche Armbänder ersetzen.

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Die Spark von Tom Tom

Die Multifunktionale:

TomToms vorgestellte Fitness-Uhr Spark kann bis zu 500 Songs abspeichern und abspielen, ist allerdings in erster Linie ein persönlicher Fitness-Coach inklusive GPS-Modul und Herzfrequenzmesser. Die Fitness-Uhr kann, wie eingangs schon erwähnt, als MP3-Player herhalten, und laut Herstellerangaben bis zu 500 Songs speichern. Der interne Speicher für Musikdateien ist 3 GByte groß. Neben der Musikwiedergabe ist Spark ein Rund-um-die-Uhr-Aktivitätstracker, der Schritte, aktive Minuten und verbrannte Kalorien erfasst. Um dem Nutzer möglichst genaue Informationen zu seiner gesundheitlichen Verfassung geben zu können, hat das Wearable-Device ein GPS-Modul und einen Herzfrequenzmesser verbaut.

 

 

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Die Zenwatch 2 von Asus

Die Günstige:

Die Asus Zenwatch 2 könnte schon allein wegen des günstigen Einstiegspreises ab 149 Euro ein Erfolg werden. Außerdem kommt sie in zwei Größen auf den Markt: Mit 1,63 Zoll (320 mal 320 Pixel) oder mit 1,45 Zoll (280 mal 280 Pixel) großem AMOLED-Display. Die Edelstahlgehäuse mit einer Krone als Bedienelement bietet Asus in drei Farben (Silber, Grau und Gold) an, die Armband-Auswahl erstreckt sich über 18 verschiedene Material- und Farbkombinationen. Als Betriebssystem kommt Android Wear zum Einsatz, das sich neuerdings auch mit iPhones versteht und zahllose virtuelle Ziffernblätter (Watch Faces) bietet.

 

 

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Die Moto 360 von Motorola

Die Vielseitige:

Auch die neue Moto 360 von Motorola mit Android Wear kommt in einer Damen- und einer Herrengröße: 1,56 Zoll (360 mal 330 Pixel) oder 1,37 Zoll (360 mal 325 Pixel). Wenn die Bluetooth-Reichweite überschritten wird, kann die Smartwatch immer noch per WLAN Verbindung zum Smartphone oder Tablet halten. Ansonsten gehören Herzfrequenzmesser und zwei interne Mikrofone zur Ausstattung. Im Moto Maker kann das silberne, schwarze oder goldene Gehäuse mit verschiedensten Armbändern kombiniert werden. Preislich könnte der Einstieg bei 300 Euro liegen. In der Pipeline hat die Lenovo-Tochter zudem eine Sport-Variante der Moto 360 mit GPs und Silikonschutz und -armband.

 

 

 

Samsung Smartwatch Gear S2
Die Gear S2 von Samsung

Die Autarke:

Samsungs neue Smartwatch Gear S2 kommt im Gegensatz zur versammelten Android-Wear-Konkurrenz mit dem herstellereigenen Tizen-Betriebssystem. An Bord ist auch ein NFC-Chip. Außerdem soll es auch eine Variante mit UMTS-Modul geben, die etwa das Telefonieren ohne Smartphone erlaubt. Teil des neuen Bedienkonzepts ist ein drehbarer Kranz auf dem Rand des 1,2 Zoll großen AMOLED-Displays (360 mal 360 Pixel). Samsung bietet zwei Design-Varianten an: die schwarze S2 Classic mit Lederarmband und die etwas moderner gehaltene S2, die in Grau mit grauem Armand sowie in Silber mit weißem Armband zu haben sein wird.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.