Dienstag , 23. Mai 2017
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Kein Fahndungserfolg beim Bijouterie-Überfall an der Bahnhofstrasse

„Die Stadtpolizei Zürich kann einen Fahndungserfolg vermelden“, so triumphierend der Tagesanzeiger in seiner heutigen Ausgabe. Aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung – so der Tagesanzeiger – hat sie ein gesuchtes Motorrad in Zürich-Enge gefunden. Es handelt sich möglicherweise um das Fluchtfahrzeug des Raubüberfalls auf die Bijouterie Beyer an der Zürcher Bahnhofstrasse vom vergangenen Mittwoch. Das Motorrad – konkret eine Vespa mit Zollnummer – sei am vergangenen Freitagnachmittag gefunden worden, teilt die Stadtpolizei mit und dankt zugleich den Medien und der Bevölkerung für die wertvolle Unterstützung.

Dies als einen echten Fahndungserfolg von Polizeisprecher Mario Cortesi der Bevölkerung im Tagesanzeiger zu verkaufen ist wirklich sehr gewagt und ziemlich dünne. Das mögliche Fluchtfahrzeug, ein gesuchtes Leicht-Motorrad , das in Zürich-Enge gefunden wurde, ist sicher in der Forensik, wo es kriminaltechnisch auf Spuren untersucht wird. In der Zwischenzeit  hatte der oder die Täter die Möglichkeit, sich ins Ausland wieder abzusetzen. Die Behörden stehen wie so immer bei „level Zero“, denn in Tat und Wahrheit, haben sie keine einzige Spur und auch keine Ahnung, denn sie kennen die Uhrenwelt nicht und werden dort auch nie Zuhause sein.

Die Unfähigkeit der Polizei auch in diesem Falle ist sehr beunruhigend nicht nur für mich, sondern auch für die Bevölkerung. Beunruhigend auch dass sich die Medien in diese Unfähigkeitsstrategie integrieren lassen. In der Privatwirtschaft würden solche Personen fristlos entlassen werden.

Die CIS (eine internationale private staatlich übergreifende Organisation), die Verbrechen professionell mit unlimitierten Budget aufklärt, die auch gegen korrupte Beamte (Polizisten, Richter, Staatsanwälte) vorgeht, würde in diesem Falle gezielte drei Hausdurchsuchungen – eine in der Schweiz, eine in Deutschland und Österreich – durchführen, und der Fall wäre geklärt. Zudem würde auch noch eine mafiaähnliche Organisation – ein Syndikat –  in der Uhrenbranche enttarnt, die seit Jahrzehnten die Branche beherrscht und ihr Unwesen treibt.

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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