Dienstag , 25. April 2017
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Es war einmal, so beginnt jedes Märchen ...

Swatch Group: Grosse Märchenstunde der Uhren-Journaille

So funktioniert bezahlte Markenpflege

Nachdem ich den Teaser „Swatch Group: Uhren-Monopoly“ im tick-talk.ch gepostet hatte, postet Robert-Jan Broer auf Fratellowatch.com einen Gegen-Bericht zur Swatch Group

Watch Industry – Back to Reality

Er versucht in seinem Beitrag detailliert zu erklären, dass die „Bösen“, immer die Börse und die Finanzjournalisten sind. Diese Argumentation ist bekannt, beruht sie auf Nick Hayek’s Aussage.

Zudem, die Halbierung des Konzern-Gewinns der Swatch Group sei „kein hausgemachtes Problem der Swatch Group sondern ein allgemein weltweit bekanntes Branchenproblem, so Broer’s grosse Märchenstunde ….“

Die hard facts sind: Die digitale Plattform Fratellowatch.com gehört zum Monopolisten Ebner Verlag Ulm, der für die internationale Uhren-Journaille verantwortlich zeichnet, zudem ist Robert-Jan Broer auch Jury Mitglied der Watch Stars Awards (auch ein Marketing Instrument des Ebner Verlags). Sowohl der Ebner Verlag als auch die Jury der Watch Stars Awards stehen in einem Abhängigkeits- und Auftragsverhältnis mit der Swatch Group, denn die Print und Digital Medien des Ebner Verlags leben von Inseraten, Banners und bezahlten Advertorials, also ist „Weichspüler-Journalismus“ angesagt. Kritischer Journalismus ist nicht erlaubt, er würde das jährlich zu erwartende Inserate-Aufkommen gefährden respektive dezimieren.

Die Glaubwürdigkeit einer solchen Art von „Gefälligkeits-Journalismus“ ist bei Null. Auch der gebildete Leser fällt auf eine solche Art von „Lügen“-Journalismus – ich würde es als bezahlte PR-Arbeit verpackt als redaktioneller Text bezeichnen – nicht rein.

Ich bin gespannt wann GLB beim Red Bulletin, AL von Ebner Verlag Forum watch-insider, der in Rente geschickte MK (auch Jury Mitglied der Watch Stars Awards ) vom Springer Ringier Blatt Handelszeitung mit der „Weichspüler“ Berichterstattungs-Kampagne der Swatch Group fortsetzen wird. Und das ganze wird dann noch von watchtime.ch (auch eine Plattform des Ebner Verlags), der digitalen Stammtisch-Runde der Uhren-Eunuchen (alle wissen wie es geht, keiner von den „Ab“-Schreiberlingen hat jedoch „performt“ und reüssiert, sei es als Autor oder als Käufer einer Uhr) pointiert kommentiert. Das kann ja ein heisser Sommer werden.

Die Jury Mitglieder der Watch Stars Awards sind zudem identisch mit dem umstrittenen Syndikat WWMG.

Der am 28. Juni 2010 in Biel verstorbene Nicolas G. Hayek teilte mir damals 2009 vertraulich mit, dass sich der Konzern aller Marken einen dreistelligen Millionen Betrag im Jahr für die „Markenpflege“ kosten lasse. Ich war auch Zeuge eines Telefongesprächs zwischen NGH und GLB, das diesen Sachverhalt vollumfänglich betätigt.

Mehr darüber zu diesem Thema in der TOURBILLON Print Ausgabe Nr. 47, Herbst 2016.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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