Dienstag , 19. September 2017
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Warten ist angesagt: Der Swatch-Chef braucht für den Börsenrückzug die UBS, mit der er aber im Clinch liegt.

Swatch Group: Pattsituation beim Börsenrückzug

Die Swatch Group habe den Plan, ihre Aktien von der Börse zu nehmen, auf Eis gelegt, höre ich von Investmentbankern.

Dies, weil der Uhrenhersteller für einen solch grossen Deal auf die Zusammenarbeit mit der UBS angewiesen sei.

Doch Nick Hayek und die grösste Schweizer Bank sind sich alles andere als grün. Hayek hat die UBS verklagt, weil er mit einer von der UBS empfohlenen Geldanlage 24,8 Millionen Franken verloren hatte. Das Bundesgericht schmetterte zwar seine Klage gegen die Bank ab. Doch Hayek und die UBS hätten ihren Zwist noch immer nicht beigelegt, sagen meine Informanten.

Deshalb warte der Uhrenkonzern mit dem Gang von der Börse erst einmal ab. Offenbar befürchtet Hayek, dass er ohne die UBS, welche die Swatch Group ­bisher bei vielen Deals begleitete, nicht alle Pläne realisieren kann.

Trotz dieser Pattsituation rate ich, an Swatch-Aktien festzuhalten, weil das Unternehmen attraktive Spin-off-Kandidaten im Ärmel hat. Die Swatch Group könnte beispielsweise die Tochterfirma Belenos an die Börse bringen und damit Milliarden lösen.

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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