Dienstag , 25. April 2017
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Nick Hayek mit der Swatch Bezahluhr

Swatch hat für die Bezahluhr in der Schweiz doch noch einen Partner gefunden

Nach der Odyssee in der Schweiz, die Swatch Bellamy wurde in China bereits erfolgreich lanciert, hat Swatch nun endlich in der Schweiz, nach den Körben von UBS, CS und Raiffeisen Bank, die Cornèr Bank in Lugano, der Marktführer im Segment Prepaid Karten, als Partner gewinnen können.

Nur wenige Tage nach der Ankündigung des Marktstarts von Apple Pay bringt Swatch eine eigene Bezahluhr auf den Schweizer Markt. Am Donnerstag präsentierte der Schweizer Uhrenhersteller die neue Swatch Bellamy im Zürcher Prime Tower den Medien. „Es ist uns sehr wichtig, Pioniere zu sein“, sagte Swatch’s Creative Director Carlo Giordanetti.

So funktioniert die Swatch Bellamy – anders als bisherige Paywatches – ähnlich wie eine Prepaid-Kreditkarte. Durch eine integrierte NFC-Antenne und einen Chip im Plastikgehäuse reicht ein kurzes Hinhalten ans Bezahlterminal aus, um den geforderten Betrag am Kiosk, im Schwimmbad oder im Supermarkt zu begleichen.

Eine spezielle App ist hier also überflüssig. Doch die Swatch-Bezahluhr kann nur benutzen, wer Kunde der Cornèr Bank wird. Die auf die Herausgabe von Kreditkarten spezialisierte Tessiner Bank wickelt im Hintergrund gemeinsam mit Visa Schweiz den gesamten Zahlungsprozess der Swatch-Uhr ab.

Zahlungsfunktion mit Ablaufdatum

Doch die Prepaid-Uhr mit zeitlosem Design hat wie Kreditkarten ebenfalls ein Ablaufdatum: Die Bezahlfunktion kann so nur während drei Jahren genutzt werden. Nach dem Verfalldatum wird diese Leistung deaktiviert – aus der 105-Franken-Bezahluhr wird eine einfache Armbanduhr. „Aus Sicherheitsgründen ist es nicht möglich, die Bezahlfunktion einer Uhr zu ersetzen oder zu verlängern“, heisst es vonseiten Cornèr Card. Das aufgeladene Guthaben – das jährlich maximal 2500 Franken betragen darf (Geldwäschegesetz) – soll dennoch nicht verfallen: Das Geld wird zurückerstattet. Während diese Dienstleistung kostenfrei ist, müssen Bellamy-Nutzer andere Dienstleistungen berappen: Drei Franken wird für das Aufladen der Prepaid-Uhr verlangt. Bearbeitungsspesen von zwei Prozent werden zudem bei Transaktionen in Fremdwährungen erhoben. Die Zahlungsabwicklung an den derzeit rund 100’000 Schweizer Terminals ist aber kostenfrei. Auch das aktuelle Guthaben kann gratis rund um die Uhr per SMS abgefragt werden. «Wir wollen das Leben unserer Kunden so einfach wie möglich machen», sagt Creative Director Giordanetti.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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