Sonntag , 20. August 2017
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Mein persönlicher Glashütte update

Mit dem Swiss Flug LX914 ging’s von Zürich nach Dresden. Am Flughafen musste unser Bus, der uns vom Terminal zum Flieger brachte, bei Schweisstreibenden Temperaturen warten. Wilhelm Schmidt, präpotenter CEO von A. Lange & Söhne, mit HON Circle Status, fuhr im dicken Mercedes vor, 2 Hiwis halfen ihm das Gepäck im Flieger zu verstauen, erst dann durften die Normals den Flieger besteigen, denn auf Kurzstrecke fliege ich in der Regel Holzklasse. Der Flug war kurzweilig, ich unterhielt mich angenehm mit meiner Sitz-Nachbarin, einer verliebten Schweizerin gesetzten Alters, die Ihren Schatz in Dresden besuchte. Ankunft in Dresden wo ich von einem Fahrer abgeholt wurde, der mich nach Glashütte brachte. Glashütte hat sich seit meinem letzten Besuch sehr verändert. Das neue Parkhaus von A. Lange & Söhne war vollendet, auch der Erweiterungsbau von A. Lange & Söhne war schon fertiggestellt. Imposant auch das neue Gebäude von Moritz Grossmann, Kompliment Christine Hutter. Und auch das Tutima Gebäude, in der ehemaligen sanierten Bahnmeisterei in der Altenberger Strasse kann sich sehen lassen. Chapeau, Dieter Delecate! Auch das Nomos Gebäude hat sich herausgeputzt. Gratulation Uwe Ahrendt, der zum “Entrepreneur of the Year” gewählt wurde, was auch dies heissen mag, wir halten nicht viel von solchen Auszeichnungen. Ein Rundgang durch das Uhrenmuseum in Glashütte liess mich auf historischen Grund wandeln. Die Sonderausstellung „Glashütte zur DDR-Zeit. Die Uhrenproduktion zwischen 1951 und 1990“, die seit dem 08.06.2015 läuft, ist jedem Besucher zu empfehlen. Interessant dann auch der Swiss Rückflug LX919, wenn traf ich, Martin Schetter, Designer bei A. Lange & Söhne, der das Wochenende bei seiner Familie in Winterthur verbringen will. Martin, den ich auch schon seit Jahrzehnten kenne, kam natürlich ins Plaudern. Eine wertvolle Reise im Grossen und Ganzen. Übrigens, die Recherchereise habe ich aus der eigenen Tasche bezahlt (dies ist unüblich, denn die meisten Journalisten werden eingeladen und müssen dann PR Quark an die Redaktionen abliefern!), kann also objektiv darüber berichten. Mehr dazu in der TOURBILLON Ausgabe Nr. 42, Sommer 2015 und TOURBILLON Nr. 43, Herbst 2015.

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.