Dienstag , 18. Dezember 2018
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Wird der Red Dot Award inflationiert?

Was ist der Red Dot Award wirklich wert?

Den Red Dot bekommt ein Produkt, wenn mindestens zwei der drei Juroren dafür stimmen. Ein besonders ausgezeichnetes Design kann sogar mit dem Red Dot: Best of the Best prämiert werden; dabei müssen sich alle drei Juroren für diese Auszeichnung aussprechen.

Die dreiköpfige Uhren-Jury bestand 2018 aus Chronos-Chefredakteur Rüdiger Bucher (Ebner Verlag Ulm), Bucher ist auch in der Jury der Watchstars Awards (Ebner Verlag Ulm), dem Uhrenexperten, Buchautor und ehemaligen Bayerischen leitenden Ex-Regierungsschuldirektor mit Nebenerwerbsbewilligung Gisbert L. Brunner sowie dem britischen Designstrategen Michael Thomson. Gisbert L. Brunner, Buddy von Rüdiger Bucher, der als Präsident in der Jury der Watchstars Awards (Ebner Verlag Ulm)  und in der Jury der GPHG Einsitz genommen hat, sorgte dafür, dass immer wieder diesselben Marken sowohl beim Red Dot als auch bei den Watchstars Awards zum Zug kamen. Auch der designierte des Deutschen Uhren Magazin Thomas Wanka (Ebner Verlag Ulm), auch ein Buddy von Brunner, ist in der Jury der Watchstars Awards (Ebner Verlag Ulm) und sorgt auch dafür dass die Informationen unter die Leute kommen. Diese Konstellation erinnert mich an den ADAC Skandal mit den Gelben Engeln.

15 Uhren haben 2018 den „begehrten internationalen Designpreis“ Red Dot erhalten.

Zwei davon wurden sogar mit dem Red Dot: Best of the Best ausgezeichnet: die Bulgari Octo Finissimo Automatic und die TAG Heuer Connected Modular 45 Luxury Kit.

Zwei weitere erhielten eine Honourable Mention. Und prämierten Uhrenmarken gehen mit dem Red Dot Award hausieren und versenden fleissig Pressemitteilungen in allen Sprachen. Damit inflationiert sich der Red Dot Award. Die Reputation ist nicht einmal das Papier wert, auf dem die Pressemitteilungen gedruckt sind.

Red Dot Preisträger Junghans Max Bill Automatic

Junghans mit dem Red Dot für hohe Designqualität ausgezeichnet

Die neueste Version des Designklassikers, der auch heute noch nahezu unverändert hergestellt wird, konnte dieses Jahr die Jury des Red Dot überzeugen: Die Junghans max bill Automatic wird 2018 für ihr aussergewöhnliches Design ausgezeichnet. Über 6.300 eingereichte Produkte verschiedener Hersteller wurden in einem Evaluierungsverfahren von einer international besetzten Fachjury bewertet. Als Preisträger wird die Junghans max bill Automatic künftig auch im Red Dot Design Museum ausgestellt – dem grössten Museum für zeitgenössisches Design.

Nomos Glashütte gewinnt Red Dot Design Award

Ein hervorragender Start: Kurz nach der Premiere auf der Weltmesse für Uhren in Basel gewinnt die neue NOMOS-Uhr Autobahn bereits den Red Dot Design Award 2018. Autobahn neomatik 41 Datum ist technisch wie optisch eine völlig neue Uhr.

Preisträgerin NOMOS-Uhr Autobahn

Die Kurven des Zifferblatts und der kleinen Sekunde etwa sorgen für nicht gekannte Tiefe. Das gestreckte Datumsfenster auf der Sechs zeigt gleich drei Tage auf einen Blick; ein Leuchtring aus Superluminova macht die Uhr auch nachts lesbar. Im feinen wie robusten Edelstahlgehäuse tickt das zweite neomatik-Kaliber von NOMOS Glashütte: DUW 6101. Auch dieses ist superflach – trotz Selbstaufzug und Datum.

„Autobahn ist einzigartig“, sagt NOMOS-Kreativchefin Judith Borowski. „Und schnell: Dass die neue Uhr schon wenige Tage nach Verkaufsstart gewonnen hat, ist auch für uns besonders.“ Werner Aisslinger und Tina Bunyaprasit, die diese Uhr für und mit NOMOS Glashütte entworfen haben, freuen sich auch: „Dies ist die Krönung einer wunderbaren Zusammenarbeit mit der für uns Gestalter interessantesten Uhrenmarke dieser Zeit.“

Autobahn neomatik 41 Datum gibt es neben der Variante in Weiß versilbert auch in Nachtblau und in Sportgrau. Bereits zehn andere Uhren von NOMOS Glashütte wurden mit dem Red Dot Award ausgezeichnet. Der Preis steht für innovative Produkte, die in Form, Funktion, Ästhetik und Qualität überzeugen. Die offizielle Preisverleihung findet am 9. Juli 2018 in Essen statt.

Die Rado True Phospho gewinnt den Red Dot Design Award 2018

Rado wird mit einem weiteren renommierten Preis für sein innovatives Design ausgezeichnet

Die Schweizer Uhrenmarke Rado hat wieder einmal ihre Rolle als zukunftsorientierter Akteur in der Designwelt bestätigt: Der Uhrenhersteller wurde mit dem Red Dot Award 2018 für seine True Phospho ausgezeichnet – eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Designstudio Big-Game.

Die prämierte Rado True Phospho

In der Kategorie „Produktdesign“ wurde die True Phospho unter den eingereichten Designs aus 59 verschiedenen Ländern ausgewählt und für ihr innovatives Design ausgezeichnet. Dies ist ein weiterer renommierter Preis für die Rado Kollektion.

Die Rado True ist einer der charakteristischen Zeitmesser Rados aus Hightech-Keramik – dem Material, das die Marke berühmt gemacht hat. Unter der Vorgabe „Leichtigkeit und Minimalismus“ bat Rado sechs bekannte internationale Designer, diesem beliebten Modell ihren jeweils ganz eigenen Stempel aufzudrücken. In diesem Rahmen kreierte das Schweizer Design-Trio Big-Game die True Phospho – einen Zeitmesser, bei dem die Designelemente auf ein Minimum reduziert wurden.

Mit ihrem 40 mm großen Gehäuse aus mattschwarzer Hightech-Keramik und dazu passendem Armband steht die preisgekrönte Rado True Phospo für Minimalismus, jedoch mit einer für Rado typischen Note. So ist das Zifferblatt aus schwarzem Messing perforiert und ermöglicht damit einen Blick auf das darunterliegende hochwertige Schweizer Automatik-Uhrwerk – eine durch und durch moderne Herangehensweise an die traditionelle Skelettuhr. Außerdem bieten die Perforationen Raum für Leuchtindexe, indem die Löcher mit Super-LumiNova® gefüllt und so geometrische Formen erzeugt werden. Zusätzlich sind die Stunden- und Minutenzeiger an den Spitzen mit Super-LumiNova® versehen, während der Sekundenzeiger vollständig mit der in der Dunkelheit leuchtenden Substanz beschichtet ist.

Die Uhr wurde in einer limitierten Auflage von 1.003 Exemplaren gefertigt – 1.000 für die Öffentlichkeit und eine für jeden der drei Designer.

„Als designorientierte Marke freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit mit Big-Game und die Auszeichnung der True Phospho mit dem Red Dot Award 2018. Design liegt in unserer DNA, und wir fühlen uns absolut dazu verpflichtet, den Rado Kunden das höchste Niveau an Design zu bieten“, so Rado CEO und Brunner Buddy,  der Österreicher Matthias Breschan.

Red Dot Award für BENU Tourbillon und ATUM Email von Moritz Grossmann

Die BENU Tourbillon in Weißgold mit schwarzem Zifferblatt und die ATUM Email in Roségold überzeugen die Red Dot Jury durch ihre hohe Gestaltungsqualität.

Der „Red Dot Product Design 2018“ ist ein internationaler Designwettbewerb, der eines der weltweit begehrtesten Qualitätssiegel für gestalterische Qualität und Innovation vergibt. 2018 wurden über 6.000 Produkte in 48 Kategorien aus 59 Ländern durch die Fachjury getestet und bewertet. In einem mehrtägigen Verfahren jurieren die rund 40 Experten nach einem Kanon strenger Beurteilungskriterien, der die neuesten Erkenntnisse über formale, technische, fertigungsspezifische, gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Anforderungen widerspiegelt.

ATUM Email Roségold

Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards: „Die Auszeichnung zeugt von der guten Designqualität der Produkte und zeigt einmal mehr, dass die Unternehmen den richtigen Weg gehen. Sprechen wir von gutem Design, so meine ich nicht nur das schöne Äußere der Produkte. Sie alle zeichnen sich durch eine hervorragende Funktionalität aus.“ Gisbert L. Brunner, Red Dot Jury Mitglied, ist DUZ Buddy von Christine Hutter, CEO von Moritz Grossmann, hinter der der Schweizer Investor Theo A. Staub steht.

BENU Tourbillon Weißgold
James Henderson, Gründer und Betreiber des renommierten Blog tempusfugit.watch

comment from my collegue James Henderson http://www.tempusfugit.watch/James

„When what seems like 10 different brands send me a press release proudly announcing their watch being selected for the highly coveted (and allegedly hard to win) Red Dot Award, I have to ask myself if this is a real award, or rather like the trophy that every kid gets for playing AYSO soccer who never forgets to bring oranges and Gatorade on their scheduled “snack day”.

James speaks from my heart, thanks James!

 

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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