Mittwoch , 20. September 2017
Home / Uhren / Wer bremst Jean-Claude Biver? Die „Hublotisierung“ der LVMH-Marken schreitet voran? Neue Zenith Defy Lab wird heute im Hublot „Kleid“ lanciert!

Wer bremst Jean-Claude Biver? Die „Hublotisierung“ der LVMH-Marken schreitet voran? Neue Zenith Defy Lab wird heute im Hublot „Kleid“ lanciert!

Jean-Claude Biver, LVMH Verantwortlicher für den Uhrenbereich, lädt all seine Buddys ein und präsentiert die phantasielose und ausgelutschte „Kunst der Fusion“:  eine durchschnittlich choreographierte Aufführung  aus Hublot, Zenith & TAG Heuer Elementen.

Le Locle, das Zenith Manufakturgebäude, für heute das weltweite Zentrum der Uhrenindustrie. Verdunkelter Saal. Eine Lightshow – beissende Stroposkop Blitze – die Blind machen – durchkreuzen die Luft. Hämmernde Beats auf voller Lautstärke, eine Über-Dosis für das Trommelfell, dröhnt aus den Boxen. Ferngesteuerte Drohnen mit künstlicher Intelligenz schwirren durch die Luft. An jeder Drohne hängt eine Zenith Delfy Lab, eine von zehn Weltneutheiten will uns das Zenith PR-Team mit den viel zu kurzen Röcken weismachen. Es ist die erste Uhr mit einem Gehäuse (Durchmesser 44 mm) aus Aeronith, dem weltweit leichtesten Aluminium-Composite. Dieses Material stammt aus der Hublot-„Küche“.

Und in der ersten Reihe, wie kann es anders sein, sitzt Gisbert L. Brunner, der ehemalige leitende Regierungsschuldirektor für Sonderschulen der Regierung Oberbayern, der heute 70-jährige schmuddelig wirkende Münchner Rentner und Auftragsschreiber der Uhrenindustrie  mit Alterssitz in Italien hält alles mit seinem iPhone 8 minutiös fest und postet, twittert und instagramed sofort das Gesehene, das Eingefangene. Ich war ihm sehr nahe, und er hat mich nicht einmal ansatzweise erkannt. It’s Magic!

Hinter und neben ihm „in corpore“ die 150 Jury Mitglieder der „Watchstars“, einem Marketinginstrument des Ebner Verlags Ulm, das nur dazu dient, Inserate für die Print-Ausgaben wie Uhren-Magazin, Chronos, Watchtime, Armbanduhren, etc. in der Uhrenindustrie zu generieren. Selbstverständlich ist auch die gesamte Uhren-Journaille aus Deutschland, der Schweiz und Österreich präsent, – auch die lieben Kollegen aus Asien – zuvorderst Revolution – die alle fleissig und kritiklos alles notieren, was der Uhren Zampano Jean-Claude Biver von sich gibt.

Sie hängen alle an Bivers Lippen und Portemonnaie, er hämmert die Worte stakkatomässig in die bebenden Körper der Anwesenden, die wie gelähmt – wie das Kaninchen vor einer Kobra – dasitzen. Selbstverständlich hat Biver nur seine Groupies zu dieser Veranstaltung versammelt, denn Disharmonie kann er an solchen Auftritten nicht gebrauchen, die stören seine Dramaturgie wie zum Beispiel beim immer Refrain „all you need is love“. Der Schmarrn wird ständig neu von Biver verbraten und zieht immer wieder aufs Neue. Wer Biver kennt, weiss dass dies zu seinem Marketing-Theater gehört.

Der seit Jahren gesundheitlich angeschlagene Biver ist nur mehr Bein und Knochen, die Haare hat er allesamt verloren,  der 68-jährige eingekaufte Schweizer mit Luxemburger Wurzeln ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. Er wankt kämpft ständig mit seinem Gleichgewicht. Auch der 84-jährige UrUrenkel und TAG-Heuer Ehrenpräsident Jack Heuer wurde ausgegraben, der sich offiziell schon lange von diesem Zirkus verabschiedet hat. Das ganze erweckt den Eindruck eines LVMH Zirkus‘es, die Darsteller sind immer dieselben, die Marken Hublot, Zenith und TAG Heuer.

Weiter  im Text der Print-Ausgabe.

 

 

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

Schreibe einen Kommentar