Montag , 26. Juni 2017
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Die Sensation des SIHH 2017: die Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt®

Wer Quattro sagt, meint Roger Dubuis

Auf der SIHH 2017, dem Genfer Luxusuhrensalon, der vom 16. bis 20. Januar 2017 stattfinden wird,  präsentiert Roger Dubuis die Excalibur mit 4 Tourbillons, einen Quattro-Tourbillon, und läutet damit ein neues Zeitalter moderner Haute Horlogerie ein. Wir berichten schon heute darüber!

Das Konzept der Quatuor ist nicht neu – Sie wurde 2013 von Roger Dubuis eingeführt, es ist jedoch legendär – und bewusst extravagant: Die Excalibur-Kollektion von Roger Dubuis wird mit ihrer charakteristischen Mischung aus überlegener Technik und kraftvollem Design der Uhrmacherbranche nach der SIHH 2017 tief in Erinnerung bleiben. Denn das Quatuor-Kaliber RD101 mit Handaufzug und 590 Bestandteilen ist nur schwer zu überbieten: In ihm schlagen 16 Hertz (115.200 Halbschwingungen/Stunde) und es überzeugt mit vier Spiralfedern und fünf Differentialen. Das Ergebnis: Das Kaliber ist überaus schnell und effizient – und in nur einem Wimpernschlag gelingt etwas, wofür das Tourbillon eine ganze Minute bräuchte: Die Geschwindigkeitsschwankungen der Uhr, die die Erdanziehungskraft verursacht, werden ausgeglichen. Interessant ist für den neuen Besitzer das Geräusch der vier gleichzeitig arbeitenden Tourbillons, die an fleissige Bienen erinnert.

roger-dubuis-excalibur-quatuor-cobalt-micromelt-1Eine zukunftsweisende Technik, die 2017 durch das spezielle, außergewöhnliche Material unterstrichen wird: Cobalt-Chrom.

Die hochleistungsfähige Cobalt-Chrom-Legierung, die das 48 mm-große Gehäuse, die Lünette, den Gehäuseboden und die Krone überzieht, wird mit dem höchst exklusiven MicroMelt®-Verfahren hergestellt. Ein Verfahren, das derzeit in nur 0,1 % der Fälle in der Metallurgie weltweit eingesetzt wird. Hauptsächlich bekannt aus der Luftfahrt und Astronomie, wird bei diesem Verfahren die Legierung zu einem feinen Pulver geschmolzen und verdüst, indem das geschmolzene Metall mittels einer eigens für die Vakuumschmelze und Gas-Verdüsung vorgesehenen Vorrichtung von einem unter Hochdruck stehenden Gasstrahl zersprengt wird.

Das Pulver wird dann durchgemischt und gesiebt, bis ein bestimmter Durchmesser erreicht wird. Es wird in Behälter gefüllt, die versiegelt, und dann durch HIP-Warmpressen verdichtet werden. Anschließend wird es im Warmverformungsverfahren durch Warmwalzen zu Stangen geformt und zur Endgröße weiterverarbeitet. Neben der verbesserten chemischen Homogenität des Materials schätzt Roger Dubuis natürlich auch, dass auf diese Weise spezifische Legierungen – wie Verbindungen zwischen Metall und Nicht-Metall – geschaffen werden können, die mit anderen Techniken nicht möglich sind. Darüber hinaus wird durch das einzigartige Verfahren eine kontrollierte Porosität erreicht, die für eine gleichbleibende Qualität der Legierung sorgt.

Wenn es um technische und ästhetische Kriterien bei der Wahl eines hochmodernen Materials geht,  hat die Manufaktur konsequent die Interessen ihrer Kunden im Sinn. Der Werkstoff ist 100 % biokompatibel, dank der Passivierung (spontane Entstehung eines Schutzfilms) extrem korrosionsbeständig und dank der mehrphasigen Struktur und der Karbidausscheidung überaus langlebig. Denn eine Excalibur ist nicht nur ein Statement – sondern auch eine Investition für das Leben.

In der lebendigen und gewagten Interpretation der Excalibur Quatuor steht das glänzende Cobalt-Chrom in einem aufregenden Kontrast zum Federhaus und den Brücken mit PVD-Beschichtung, sowie zum Zifferblatt, den Stundenmarkierungen und dem Alligatorlederarmband in blauer Farbe. Dynamische, rot-weiße Akzente entstehen durch den aufgedruckten Minutenkreis im Tachometer-Stil, die skelettierten Weißgoldzeiger mit ihren roten Super-LumiNova-Spitzen sowie die roten Armbandnähte.

Schlussendlich kann man bei den angebotenen Features und dem angebotenen Material bei der Excalibur Quatuor Cobalt die 390 000 Schweizer Franken kostet und lediglich 8 Exemplare weltweit hergestellt werden, von einem Schnäppchen sprechen. Denn die wenigen im Markt angebotenen Vierfach-Tourbillons beginnen bei 1 Mio. Schweizer Franken aufwärts. Die Krise machts möglich.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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